Montag, 16. Oktober 2017

Der Weg eines Sternes Teil 5 ...


Und dann kam der Tag. Der letzte gemeinsame Spaziergang. Nicht ganz wie Du es gerne gehabt hättest. Du warst zu schwach, aber nicht hilflos. So gingen wir Deinen liebsten Weg.


Wir sahen Dir wichtige Orte in der Ferne.


Besuchten Deine liebste Lichtung.


Und saßen noch einmal auf einer Bank.
Arm in Arm.
Und hörten Dein letztes Lieblingslied.


Montag, 9. Oktober 2017

Der Weg eines Sternes Teil 4

,
Ja, wir fassten einen Plan. Wir wollten die verbleibende Zeit nutzen und noch einige schöne Momente erleben. Das taten wir. Wir besuchten, wie schon so oft in den Jahren zuvor, die Sparrenburg.


Der Brunnen, mehr der Wunschbrunnen. Immer wenn wir ihn auf unseren Weg besuchten, äußerten wir Wünsche und manchmal, ja manchmal erfüllten sie sich.



Waldspaziergänge, natürlich. Orte wie die alte Fockelmühle im Furlbachtal, die Extern Steine und natürlich die Waldgebiete von Hövelhof und Stukenbrock Senne.


Wie oft haben wir Tiere beobachtet. Vögel, Rehe, Hasen und auch Kleintiere.
Du kanntest alle Arten, das habe ich immer bewundert.


Was wir nicht alles besucht und gefunden haben.
Und dabei waren wir immer klein und unscheinbar,
kaum zu sehen, dabei waren wir meist, wie sagt man,
unter dem Kinn. ;-)


Unzählige Bänke auf denen wir gesessen und geplaudert haben.
Das haben wir wieder getan.
So oft es ging....

Freitag, 6. Oktober 2017

Der Weg eines Sternes Teil 3



Wir Drei lebten unser Leben weiter, ja wir trafen uns nun weniger, aber wir trafen uns jeden Monat in Paderborn oder unternahmen mal den einen oder anderen Ausflug. 
Und immer wieder trafen wir uns im Kochlöffel um ihrer zu gedenken. Doch dann Jahre später verdunkelte sich der Himmel erneut.
Auch deine Schwester ... ging. Der Himmel hatte einen weiteren Stern und wieder standen wir Beide an einen Grab. Und Dir wurde klar, das Du die letzte Deiner Familie warst.



Wir, Du und ich, wir gingen den Weg weiter. Wir trafen uns wieder im Kochlöffel und gedenkten Beiden. Die Jahre danach waren schöne Jahre und wir hatten viel Spaß. Ich lernte 2 gute Freunde von Dir kennen und gemeinsam unternahmen wir hin und wieder etwas. 
Die Zeit verging und wir wurden nicht jünger, aber weiser. Und dann, ich erinnere mich genau, dann kam der Tag an dem Du mit mir an den Bootteichen von Paderborn spazieren gingst. Wir saßen auf der Bank und Du sagtest mir... Du bist krank. 



Ich unterstützte Dich mit all meiner Kraft, Deine Freunde ebenso, doch irgendwann war klar ... es ist unheilbar. Der Kampf ... verloren. Was blieb, war die letzte Zeit gemeinsam zu verbringen, nochmal zu lachen, gemeinsam Spaß zu haben, nicht alleine zu sein. Und so fassten wir einen Plan.






Mittwoch, 4. Oktober 2017

Der Weg eines Sternes Teil 2




Ohne Frage war es eine schöne Zeit. Wir vier haben vieles zusammen unternommen. Wie gerne denke ich an die Ausflüge zurück, zum Hermannsdenkmal, die Extern Steine, der Vogelpark in Marienkirchen, die Adlerwarte, Phantasialand, Heide Park, Tierpark Olderdissen, die Sparrenburg, die alte Fockelmühle, das Feld am Rand von Augustdorf und natürlich unsere Sitzungen im Kochlöffel.
Es war eine so schön. Und dann, dann bekam unser Sonnenhimmel die erste dunkle Wolke...


Ich spürte Deine Hand als ich am Grab stand und hinab starrte. Meine große Liebe ... sie war ein Stern geworden. Ein weiterer Stern am Himmel. Sie ... nein wir haben gekämpft, aber sie verlor den Kampf. Ihr Beide, Du und Deine Schwester ihre Mutter, ich, wir saßen im Kochlöffel und wir gedenkten ihr an den Ort an dem wir uns alle am liebsten aufgehalten haben.


Das Leben ging weiter. Deine Schwester zog sich etwas zurück, aber wir trafen uns weiter und dafür war ich Dir sehr dankbar. Wenn es mir alles Zuviel wurde, zuhause, dann konnte ich zu Dir kommen und bei Dir bleiben. Wie oft haben wir auf den Sofa gesessen und Du hast Deinen Kopf an meine Schulter gelegt. Stille Momente der Zweisamkeit die mir sehr fehlen werden.


Unsere Probleme brachten uns näher, da wir uns gegenseitig halt gaben. Das wurde eine besondere Freundschaft, eine sehr wertvolle, wie ich sie nur noch einmal erleben durfte mit einer Person die ich an dieser Stelle lieb grüße. Denn auch wenn Du weit weg bist, bist Du immer für mich da, wie ich für Dich. Aber zurück, zurück zur ersten wertvollen Freundschaft.
Danke, Du hast mir über eine dunkle Zeit der Leere geholfen, eine Leere die bei den Verlust entstand.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Der Weg eines Sternes Teil 1




Weißt Du, ich erinnere mich noch ganz genau.
Der Tag an dem wir uns das erste Mal getroffen haben. Es war ein sonniger Tag an einen kleinen Strand, an einen kleinen See, irgendwo in der Nähe von Paderborn.
Du wurdest mir als eine Tante vorgestellt, die Schwester der Frau, welche die Mutter meiner großen Liebe war. Ihr Drei, ja ihr Drei wart eine wunderbare Familie. Und ich, ich fühlte mich da irgendwie als der Fremde, der da irgendwie nicht rein passte. Aber ihr habt mich aufgenommen in eure kleine und wunderbare Familie. Meine zweite Familie. 
Eine Familie die mir Liebe, Freundschaft und Respekt gab. 




Diese wunderbare Familie wurde ein Teil meines Lebens. Es gibt nur wenige Menschen die ich nah an mich heranlasse, nur wenige Freunde, wenige die mir aber sehr, sehr wichtig sind.
Und auch Du gehörtest dazu.
Ich weiß noch genau, wie wir am Strand standen als die anderen Beiden im See schwimmen waren. Wir standen erst distanziert, kannten uns ja noch nicht, aber dann, dann änderte sich das.




Plötzlich standen wir nebeneinander und winkten den Anderen zu, unterhielten uns, lächelten uns an und wir Beide wussten genau ... das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.









Sonntag, 1. Oktober 2017

Ein neuer Stern am Himmel





* 25.07.1959
-
+27.09.2017

Danke, dass Du mir das Leben
von einer neuen Seite gezeigt hast,
mir Kraft und Halt gegeben hast,
ich für Dich da sein durfte.

In Gedanken voller Liebe und Respekt.

Oliver

Montag, 17. April 2017

5 Tage Griebnetzsee - Tag 5

Hallo meine Lieben,

ja, Schande über mich. Ich hatte mein Passwort vergessen und als ich ein Neues ordern wollte habe ich festgestellt das die Mailadresse wo das Passwort hingeht ja gar nicht mehr existiert. Gna.
Gestern habe ich dann beim Aufräumen Notizen gefunden und voila da bin ich wieder.

Es gibt viel nachzuholen, aber das mache ich Schritt für Schritt und nicht alles auf einmal.
Zwischen durch war ich auch wieder in Paderborn und habe außerdem noch mehr für Euch aber der Reihe nach. Hier nun der 5 Tag am Griebnetzsee.

Ja, es war der letzte Tag und Zeit für die Heimreise. Leider.


Seit nunmehr 15 Jahren verwende ich immer dasselbe Zimmer
und fühle mich jedes Mal sehr wohl hier.
Gerade das Klassische liebe ich so.


Auf den Weg zum Bahnhof.



Dieses Mal der Potsdamer Bahnhof und nicht der Berliner Hauptbahnhof.


Eine letzte Tasse und auf geht's.


Noch einmal der Griebnetzsee.


Und damit verabschiede ich mich für heute.

Liebe Grüße
Euer
Olli