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Samstag, 20. Juli 2024

Story Friday Special 02

 For Marianne





Music Inspiration




MARIANNE


Marianne opened her Eyes.

She way lying under a Tree.

A leaf sailed slowly down and landed on her cheek.

"Marianne!" A Female Voice was calling her Name. "Where are you?"

"I´m … here!" Marianne said. But where is she?

And what the hell was she wearing?

A strange Suit.

She was trying to stand up.

Woah, she jumps up. That was easy.

She don´t knowed why, but she knowed she is … a Pathfinder!

Wearing a L.E.A.F. Suit.

"Marianne! Here you are. Come with me. You must help!"

A Young Woman with brown hair was running by. 

Marianne nodded and was following her.

 She wondered about the woman's clothes, that's what you wore in the forties.

Woah again, Marianne was running very fast with the L.E.A.F. Suit.

She overtook the woman and slowed down.

"There, Marianne, there!" She pointed to the Floor.

There was a dead deer lying there.

Marianne looked at her, Questions in her eyes.

"Come on. Ressurect it!" The Woman said.

"What?" Marianne was confused.

"With your L.E.A.F. Suit! You have the Power!"

From one Moment to another she raised her Hand like she did it dozen Times and fires a small light at the Dead Deer.

The Deer began to Shine and then began slowly to stand up.

A little dazed, it looked at the women and then ran away.

"Virginia!" Someone called.

"I´m here, Edmond!" The Woman shouts.

A Man in another L.E.A.F. Suit was running by.

"Sorry, i´m a Little bit late, Dr. Fisher stopped me for some Kind of Training Programm."

"It´s okay, Edmond. Marianne helped me. Another dead Deer." Virginia snuggled up to Edmond.

"No, not again. As if the dead trees weren't enough." Edmond sighted.

"Edmond, we must stop him! He is killing this Valley."

"I know but he is obsessed with his work. We can´t do anything!"

"Edmond we can, you know that. It´s all about Astra and Soma!"

"I know Virginia, i know. But they are well guarded."

"We have your L.E.A.F. Suit and we have Marianne. If we fail, Marianne will do it!"

Virginia looked at Marianne.

"What? I mean…" Marianne stopped. She was Looking around. There were majny, many Trees.

But many of them are … dead. Withered!

"You see what Fisher is doing with this Place and if we don´t do anything, this Place is lost forever!"

Virginia sighted.

Suddenly, cute little ghostly creatures came up and danced around the three.

Valley Ghosts.

"Please, Marianne. We Need you … need you … need you….."


Marianne waked up.

It was a Dream.... but so real.

That wonderfull Valley, Virginia, Edmond, the Little Ghosts, the ressurected Deer.

Her Computer was still on. She felt asleep on her Desk.

A private Message was blinking.

It´s from a winged Friend somewhere in Germany.

"Hello Marianne. I know you like good Storys in Games. I saw that you have a very good Game in your List but you never played it. The Game has an amazing Story, a mix between Fiction and Reality and feels so real. You should Play it or you will be missing something good. Here is Picture."

Marianne smiled. Yes, thats typical Wyvern. When he loves a Game, the he did it with Passion.

She stared at the picture with wide eyes.

The L.E.A.F. Suit ... the VALLEY!!!


End?


For Marianne.

Thanks for beeing such a good Friend over all the Years.

It´s Time to finally enter the VALLEY!

I know you will LOVE it. 


Yours

Wyvern

:-)



Freitag, 26. Januar 2024

Story Friday 47

 Der Moment




Nachdenklich sitzt er auf der Bank vor einen kleinen See.

Die rechte Hand entlang der oberen Hälfte der Bank gestreckt, die linke Hand nachdenklich unter dem Kinn während die Elle auf den Oberschenkel ruht.

Der Blick geht auf das Wasser, welches durch die Windstille ein klares Spiegelbild seiner Umgebung wieder gibt.

Gedanken.

Sie gehen durch seinen Kopf.

Gedanken ... Sorgen.

Soviel ist schief gegangen. 

Den Weg verloren, Hoffnung verloren, Freunde verloren.

Wann hatte er den Blick über das große Ganze verloren?

Er wusste es nicht.

Wie sagte jemand zu ihm vor langer Zeit:

Du merkst erst was Du verlierst, wenn Du es verlierst.

Und dann ... dann ist es zu spät.

Er schloß die Augen.

Eine Hand legte sich von hinten auf seine Schulter.

Überrascht öffnete er die Auge und drehte sich um.

Sie sah ihn an.

Er zuckte zusammen, seine Augen wurden groß.

Sie lächelte.

Er war fassungslos.

Sanft strich sie ihm über die Wange.

Er genoss die Berührung und schloss seine Augen erneut.

Die Hand löste sich von der Wange und er öffnete wieder seine Augen.

Sie war verschwunden.

Er atmete tief durch und vergrub sein Gesicht in den Händen.

Ab wann hatte er den Blick über das große Ganze verloren?

Er erhob sich von der Bank und ergriff einen Blumenstrauß, der die ganze Zeit neben ihm lag.

Langsam umrundete er die Bank und ging.

Schritt für Schritt. 

Kein Zeitgefühl.

Vorbei an viele Steine.

Dann blieb er vor einen Stein stehen und ging in die Knie. 

Vorsichtig legte er den Blumenstrauß vor dem Grabstein.

Ein kleines Foto der Frau zierte den Stein.

Er zitterte.

Ab wann hatte er den Blick über das große Ganze verloren?

Ab welchen Moment ... ging es schief.


Ende


Gewidmet lieben Freunden, die, wenn sie es lesen, wissen das es Ihnen gewidmet ist.

Danke.





Freitag, 19. Januar 2024

Story Friday 46

Tanz der Bücher



 

Ein Mädchen rannte durch die dunklen Straßen.

In Furcht.

Stolpernd, sich immer wieder umsehend.

Tränen liefen über ihre Wange, vermischten sich mit den Regen.

In der Ferne waren eilige Schritte zu hören.

Verfolger!

Sie bog um die Ecke und stieß mit jemanden zusammen.

Der Aufprall war so hart das sie zurück prallte und sie zu Boden fiel.

Sie sah hoch und blickte in ein paar ... dunkelviolette Augen.

Ein Mann stand vor ihr. Gekleidet in ebenfalls dunkelvioletter Kleidung. In der einen Hand 

ein Regenschirm, in der anderen Hand 3 Bücher.

"Hoppla, junge Dame." sagte er mit ruhiger Stimme.

"Tut mir leid, tut mir leid." stammelte sie und will sich wieder aufrappeln. 

"STOP!" brüllte jemand hinter ihr. Sie fuhr herum und rutschte rückwärts über den nassen Boden, bis sie die Stiefel des dunkelviolett gekleideten Mannes erreichte.

Panisch blickte sie auf 3 Männer. 

"Oh." sagte der Mann hinter ihr. "3 Männer in schwarzen Anzügen, die ein kleines Mädchen jagen. Welch ein Klischee. Was ist Dein Vater von Beruf, Kleines? Banker?"

Die 3 Männer schauten ihn verblüfft an, während das Mädchen um eine Antwort rang. "Millionär." 

"Ah, sowas in der Richtung also." Ein Schmunzeln huschte über sein Gesicht.

"MACHT IHN KALT!" brüllte der Anführer der drei. 

Die anderen Beiden zogen Waffen und richteten sie auf den Mann.

Der machte eine leichte Fingerbewegung und die 3 Bücher flogen los und trafen alle drei im Gesicht.

Diese taumelten zurück und hielten sich fluchend ihre Köpfe.

Derweil bekam das Mädchen große Augen.

Der Schirm des Fremden schwebte wie von Geisterhand von ihm über sie.

Seiner Finger bewegten sich flink und kaum wahrnehmbar, während die Bücher langsam vor ihm schwebten und ihn dann umkreisten, während er auf die Männer zuging.

Diese hatten sich wieder gefangen.

Schüsse.

Das Mädchen zuckte zusammen. 

Die Bücher schwebten schnell in die Schussbahnen und schlugen die Kugeln weg.

Ein Fingerschnippen und die Bücher schlugen alle 3 Angreifer nieder.

Bewusstlos blieben sie liegen.

Der Mann schüttelte den Kopf und drehte sich zu den Mädchen um.

Er ging auf ein Knie und hielt ihr seine Hand entgegen.

 Sie zögerte, schaute auf den über ihr schwebenden Schirm und nahm dann seine Hand. Er half ihr auf die Beine.

"Bist Du ein Zauberer?" fragte sie verunsichert.

"Nein. Bewahre, nein." Er schüttelte sich leicht.

"Was ... was bist du dann?" Mit großen Augen blickte sie ihn an.

"Ein Bibliothekar." Die Bücher schwebten wieder in seine Hand während im Hintergrund Polizei Autos heran rasten. "Aber das bleibt unser Geheimnis. Okay?"

"Okay. Aber sag mir wie Du heißt."

"Ich bin Lysander." Er verbeugte sich.

"Amalia!" Sie knickste vor ihn.

2 Wagen blieben mit quietschenden Reifen stehen.

Polizisten und ein Mann sprangen aus den Fahrzeugen.

"AMALIA!" rief er.

"PAPA!" freute sie sich und rannte auf ihn zu. 

"SIE! STEHEN BLEIBEN!" rief einer der Polizisten den gehenden Lysander zu.

"Bedaure, kein Bedarf, Officer. Räumen sie lieber das weg!" er deutete auf die 3 am Boden liegenden Verbrecher, während er in die Gasse einbog.

"STOP!" Sie rannten hinter ihm her..... und standen in einer leeren Gasse.

"Wo... wo ist er hin?"

"Ich weiß es nicht." Die beiden Polizisten schauten sich verwirrt um.

"Wer war das?" fragte Amalias Vater.

"Das darf ich nicht verraten, das ist ein Geheimnis. Aber Papa, er kann ganz toll mit Büchern tanzen!" strahlte Amalia über das ganze Gesicht.

Lysander stand auf den Dach und schmunzelte. Was für ein liebes Kind.

Dann öffnete er seine Arme und verwandelte sich.

Ein Wyvern flog in die Nacht.


Ende

Für Amalia.

Danke für die Kekse. :-)



Freitag, 5. Januar 2024

Story Friday 45

 




ARISE


On my knees.

Down.

Lost.

Hopeless.

Pain.


One Light.

One Person.

One Smile.

One Hand.

Warm.


Breathing.

Taking Courage.

Standing up.

Feeling.

Strenght.


Spreading my Arms.

Clenching my Fists.

Taking a deep Breath.

Screaming loud.

Free.


FINALLY

...

..

.

Arise.




Freitag, 8. September 2023

Story Friday 44

C64


Auge um Auge.

Hand in Hand.

Gemeinsam!

Du begleitest mich seit wann?

Seit 1988?

Irgendwie so, oder?

Und ich höre Dich heute immer noch.


Ich mag auf Dir nicht mehr spielen.

Aber ich hüte Dich wie einen Schatz.

Ich höre Dich immer noch.

Wenn auch auf den PC.

Den Joystick mit Maus und Tastatur getauscht.

Nun, weniger Material Verschleiß.

Aber soviel Zeit.

Du und ich.

In dunklen Zeiten.

In hellen Zeiten.

Gemeinsam.

Danke.

Einfach Danke.


:-) 

Freitag, 25. August 2023

Story Friday 43

 Zuflucht



Nachdenklich sitze ich auf einen Felsen.

Um mich herum eine Wiese, umgeben von einem Wald.

Über mir die Sonne.

Die Gedanken springen von einer zur nächsten Sorge.

Ist es zuviel?

Schaffe ich das alles?

Ich weiß es nicht.....

Ich weiß es einfach nicht.

Morgens sehe ich in den Spiegel und frage mich ob es das alles noch wert ist.

All dieser Stress.

All diese Ungerechtigkeiten.

All diese Lasten.

Langsam erhebe ich mich und jemand tritt von hinten an mich heran.

Ich spüre eine Hand auf meiner Schulter und dann Lippen an meinen Hals.

Langsam drehe ich mich um und fühle wie ich umarmt werde.

Ich sehe ein Lächeln und erwidere die Umarmung.

Aufmunternde Worte erreichen mein Ohr und ich nicke.

Müde ... aber ich nicke.

Ich spüre eine Hand in meiner Hand und lasse mich mitziehen.

Glückliches Lachen dringt an mein Ohr und es tut einfach gut.

Ich folge ... Schritt für Schritt, langsam, sanft.

Arme legen sich um meinen Hals und eine Stirn legt sich an meine Stirn.

Ich blicke in wundervolle Augen.

Einen Moment später liege ich mit den Rücken auf der Wiese und schaue in den blauen Himmel.

Eine Hand streichelt meine Wange und ich werde liebevoll angesehen.

Ich nehme die Hand und küsse sie ohne die Augen aus den Augen zu lassen.

Ich spüre wie sich an mich geschmiegt wird und schließe meine Augen.

Es kommt mir wie eine kleine Ewigkeit vor.

Als ich sie öffne, liege ich auf meinen Sofa und schaue an die Decke meiner Wohnung.

Der Fernseher läuft, eine Serie die mir beim einschlafen hilft.

Ich schlafe schlecht ein, schlafe schlecht, wache meist schlecht auf.

Aber in dem was mich so erdrückt spüre ich jeden Abend, da ist ein Ort.

Ein Ort, wo ich mich wohl fühle. 

Ein Ort, wie ein Zuhause.

Eine Zuflucht.

Eine Zuflucht die mir hilft, mir wieder Kraft gibt, weiter zu machen.

Ein Zuflucht, ganz für mich alleine.

Ein Zuflucht, die etwas schafft, was ich schon lange nicht mehr getan habe.

Ich lächel.




 

Freitag, 18. August 2023

Story Friday 42

DAB DADADA DAB DADADA DAB DADADA DAB DAB DAB





Irgendwo im Wald saß ein Fuchs gelangweilt auf einen großen Stein und genoss die Luft der Abenddämmerung. Er gähnte. 

Plötzlich drang etwas an sein Ohr. 

Musik.

Sehr leise aber doch hörbar.

Der Fuchs spitzte die Ohren und sah sich verwirrt um.

Die Musik folgte einen sich wiederholenden Rhytmus.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab.

Mit den rechten Pfötchen tappte der Fuchs im Takt mit.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Und mit den linken Pfötchen.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Der Fuchs sprang von dem Stein und tappte nun mit allen vier Pfötchen mit.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Die Musik began immer lauter zu werden und ein weiteres Instrument schloß sich an.

Eine Flöte? Egal. Er tänzelte weiter.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Eine Eule sah verwundert von ihren Ast herunter als der Fuchs drunter her tänzelte.
Sie began sich mit ihren Krallen im Takt mit zu bewegen.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Noch ein Instrument setzte ein und die Musik wurde immer lauter.

Der Fuchs tänzelte weiter durch den Wald auf die Musik zu.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

2 Rehe schlossen sich an und folgten ihm ebenfalls tänzelnd.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Diverse Vögel taten es ihnen auf den Bäumen nach.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Ein weiteres Instrument schloß sich an.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Immer mehr Tiere schlossen sich an und folgten den Fuchs tänzelnd.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Inzwischen war die Musik richtig laut und die unterschiedlichsten Instrumente folgten dem Takt.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab.

Der Fuchs näherte sich dem Waldrand während die Musik spürbar auf einen Höhepunkt zuging.

Dab dadada dab dadada dab dadadadab dab dab. DAB DAB.

Die Tiere erreichten den Waldrand als die Musik in einen gewaltigen Finale endete. 

DAB DADADA DAB DADADA DAB DADADA DAB DAB DAB DAAAAAB DAAAAAB!!!!

Hochgradig erstaunt schauten die Menschen eines Sommerorchesters und ihres Publikums die vielen Tiere am Walrand an...... und diese die Menschen.
Schnell huschten die Tiere wieder in den Wald, außer dem Fuchs.
Dieser knickste mit den Vorderpfoten ein und zeigte eine Verbeugung, dann sprang er einmal hoch und tänzelte auch ohne Musik zurück in den Wald.

Ende

Freitag, 11. August 2023

Story Friday 41

 

AUGENBLICK



Ein Augenblick der Stille.

Leichtes Rascheln der Äste.

Sterne.

Mondlicht das durch die Äste scheint.

Wind.

Tänzeln.

Wie kleine Figuren am Boden.

Hin und her.

Auf und Ab.

Am Baum lehnend.

Ein Blick zum Himmel.

Zu den Sternen.

Nachdenklich.

Erinnerungen.

Fingerspitzen begleiten das tänzelnde Licht am Boden.

Lächeln.

Tiefes durchatmen.

...

..

.

Ich vermisse Dich.



Freitag, 4. August 2023

Story Friday 40

Hallo meine Lieben,

hiermit belebe ich meinen Story Friday wieder. :-)
Diverse Stücke haben mich beim Schreiben begleitet und die Geschichte geformt.
Es ist schön wieder zu schreiben. 
Ich hoffe es macht Euch soviel Freude es zu lesen, wie mir als ich es geschrieben habe. :-)



Tränen der Ewigkeit




Langsam öffnete sie Ihre Augen.
Die Augen gewöhnten sich nur langsam an das Licht.
Sie lag am Boden, richtete sich auf.
Weiß, alles weiß.
Kälte.
Sie fröstelte.
Schnee! Sie saß im Schnee.
Plötzlich blickte sie auf eine Hand und erschrack.
Vor ihr stand ein Mann in dunkelvioletter Kleidung.
Ein seltsamer Kontrast zu all dem weiß.
Sie blickte in ein neutrales Gesicht. Keine Emotion, keine Regung.
Leicht gebeugt stand er vor ihr und hielt ihr seine Hand entgegen.
Ihr Körper wäre am liebsten rückwärts durch den Schnee gerobbt, doch etwas in ihr hielt sie zurück.
Zögernd ergriff sie seine Hand.
Sanft wurde seine Hand fester und er zog sie hoch.
Während er dies tat veränderte sich ihre Kleidung.
Von einen schneeweißen Nachthemd in ein azurblaues langes Ballkleid.
Sie bewunderte es, lächelte.
So etwas Schönes hatte sie in ihren Leben noch nie getragen.
Er hielt weiter ihre Hand, doch nicht mehr fest, sondern führend.
Seine Gesichtszüge hatten sich nicht verändert, blieben weiterhin neutral.
Das verwunderte sie, fühlte sie sich doch in diesen Augenblick glücklich und frei. 
Langsam began er kreisförmig um sie herum zu gehen. 
Sie blieb auf der Stelle stehen, fühlte seine Hand in der Ihren, drehte sich mit ihm.
Die Umgebung began sich zu verändern.
Der Schnee wich langsam Wänden. Wänden aus Marmor.
Sie blickte hoch, der Himmel begann sich über Ihnen zu schließen, nein er wurde zu einer wunderschönen Kuppel mit einen riesigen Kronleuchter.
Die Kälte wich und eine angenehme Wärme umgab sie.
Den Kreis vollendet blieb er stehen.
Sie spürte wie sich seine Hand von der ihren zu lösen began.
Eine leichte Panik schlich in ihr hoch, sie wollte das nicht und umfasste seine Hand fest.
Der Versuch sein Gesicht zu deuten schlug erneut fehl, aber sie tat etwas was sie selber innerlich überraschte.
Sie machte einen Schritt auf den Fremden zu, umarmte ihn, drückte sich an ihm.
Es war ihr egal.
Egal, das es ein Fremder war.
Egal, das alles um sie herum surreal war.
Egal, das die nicht wusste was sie abspielte.
Sie fühlte sich sicher bei ihm. Einfach sicher.
Tränen glitten über ihre Wange, teils aus Angst vor Verlust, teils vor Glück.
Langsam löste er ihre Umarmung, sah sie mit seinen dunkelvioletten Augen an.
Seine Hand glitt über ihre Wange, nahm die Tränen auf.
Drei Tränen. Drei Tränen die zu schweben begannen.
Überrascht und fasziniert sschaute sie auf ihre Tränen.
Plötzlich leuchteten sie auf und fielen als Edelsteine in seine Hand zurück.
Während er langsam seine Hand senkte leuchteten sie erneut auf und ein Lichtstrahl schlängelte sich um sie wie eine Schlange.
Ein letztes Mal leuchtete es auf und in seiner Hand befand sich eine Kette mit den 3 Steinen.
Überrascht schaute sie erst auf die Kette, dann ihn an.
Die Kette erhob sie von seiner Hand und öffnete sich, während sie auf sie zu schwebte.
Er ging hinter sie als sich die Kette um ihren Hals legte und sie spürte wie er sie schloß.
Mit ihrer rechten Hand berührte sie die Kette und drehte sich schnell um, strahlte ihn an.
Er nickte ihr zu und nahm ihre Hand, verbeugte sich leicht und gab ihr einen Handkuss.
Ihr wurde wunderbar warm ums Herz und sie schloß ihre Augen um den Moment vollkommen aufzusaugen und zu genießen.
Ein leises Piepen drang an ihr Ohr.
Irritiert öffnete sie wieder die Augen.
Das Piepen began lauter zu werden.
Da bemerkte sie es.
Immer lauter und lauter piepte es.
Er war weg!!!
NEIIIIIIINNNNN!!!!!!!




Sie schreckte hoch.
Ihr Blick fiel auf ein Gerät, das laut piepte.
Etwas lag auf ihren Mund. Eine Maske.
Sie spürte Hände auf ihren Schultern. Irritiert drehte sie den Kopf, suchte ihn.
Eine Frau in einen weißen Kittel stand vor ihr, sie rief irgendwas.
Ein Mann stürzte in den Raum. Er trug ebenfalls einen weißen Kittel.
Ein Arzt! Sie lag in einen Krankenzimmer.
Eine Nadel steckte in ihren Arm und der Schlauch ging hoch zu einer kleinen Plastikflasche.
Sie schrie!!!
Schrie!!!
Aus vollen Herzen!!!
Erinnerungen strömten auf sie ein.
Auto!
Strasse!
Lastwagen!
Schleudern!
Zusammenprall!
Dunkelheit.....
Sie spürte eine Spritze an ihren Arm, sackte zurück, sank auf das Bett.
Die Ohnmacht umgab sie mit einer gnädigen Umarmung.




Zeit vergeht.
Vergeht.
Ihre Augen öffnen sich wieder.
Sie blickte in ein vertrautes und verweintes Gesicht. 
Ihre Tochter.
Tränen liefen über die Wange und sie umarmten sich.
Lange.
Ihr Blick fiel auf ein kleines dunkelviolettes Kästchen auf den Tisch neben dem Bett.
Die Farbe!
Sie nahm es und öffnete es.
Ihre Augen wurden groß.
Die Kette mit den 3 Steinen. 
Ihren Tränen.

Vor dem Krankenhaus stand eine dunkelviolett gekleidete Gestalt und sah nachdenklich zum Fenster des Krankenzimmers in dem sie lag.
Dann drehte sich Lysander um und ging davon.

Dienstag, 20. September 2022

Story Friday Special 03

 Hallo meine Lieben,


nach längerer Zeit nun endlich wieder ein Beitrag von mir.

Mir geht es gut, habe aber sehr viel um die Ohren.

Als kleine Ankündigung, im nächsten Beitrag, stelle ich Euch 2 Bücher vor. Was ich damit zu tun habe? Nun ich bin in diesen Büchern, lasst Euch überraschen.

Heute gibt es eine 3 Wörter Geschichte für einen lieben Freund, den Walli.


Deine 3 Wörter:


Zauberschwert

Mäuseprinz

Gehörnte Ratte


Die Musik, die mich begleitet hat beim Schreiben.




Vergeltung


"Auf denn mein Freund. Zeigt mir was ihr könnt." Der Mann breitete seine Arme aus, während er mit der rechten Hand mit Leichtigkeit ein Schwert schwang.

Wütend machte sein Gegenüber einen Ausfall, doch der Angriff ging ins Leere, da der Angegriffene elegant zur Seite trat.

"Das war alles? Ihr enttäuscht mich." Er lachte und mit ihm eine Menschenmenge, welche die 2 Kämpfenden umringt hatte.

Erneut schwang der Angreifer sein Schwert und versuchte zu treffen.

Ergebnislos.

"Nun gut. Jetzt bin ich an der Reihe." Die rechte Hand, welche das Schwert immer noch mit Leichtigkeit schwang umfasste den Griff fest und von einer Sekunde zur anderen

wurde das Schwert des Angreifers aus dessen Hand geschlagen. Die Wucht der aufeinander prallenden Schwerter warf den Angreifer zu Boden.

Der Mann hielt die Spitze seines Schwertes dem Angreifer an den Hals.

"Nun, kleiner MÄUSEPRINZ, gibst Du auf?"

"Nein! Niemals...!" Der Junge am Boden mag vielleicht 15 Jahre alt sein, doch sein Wille war ungebrochen.

Die Menschenmenge gröhlte weiter.

"Dann tut es mir leid für dich." Anfeuerungen ertönten als das Schwert zum tödlichen Hieb erhoben wurde.

Es sauste runter, bevor jemand reagieren konnte, um das Schicksal des Jungen zu besiegeln.

Doch auf der Hälfte des Weges stieß es auf Widerstand.

"Wirklich? Ein 15 jähriger Junge, der die Ehre seiner Mutter verteidigt, der versucht sie zu retten? Das seht ihr, Sohn des Königs, siegreicher Champion dreier Schwertturniere als.... Gefahr an?"

sagte eine ruhige Stimme. 

Der Sohn des Königs starrte auf sein Schwert das von einen weiteren Schwert gestoppt worden war. Einen Schwert ... das in der Luft schwebte.

Entgeistert drehte er sich in die Richtung der Stimme. 

Dort stand ein Mann in schwarzen und dunkelvioletten Gewändern. Seine Arme waren verschränkt.

"Wer ... wer seid ihr?" stieß der Sohn des Königs aus.

"Nun, ich bin der Verteidiger des Mäuseprinzen, wie seine Mutter ihn zu nennen pflegt. ICH bin die GEHÖRNTE RATTE!" Das schwebende Schwert flog zu seinen Herrn und nahm den Platz

zur rechten Seite ein. "Und ich werde euch zur Rechenschaft ziehen."

"Oh, werdet ihr das? Ich sehe keine Armee, ich sehe nur ein fliegendes ZAUBERSCHWERT. ICH hingegen habe eine Armee.

Der Fremde machte eine Gestik und die Mutter des Jungen, welche bis dahin von 2 Wachen festgehalten wurde, entschwebte ihnen und landete unter großen Gemurmel und Staunen der Menge 

bei ihren Sohn.

"Mama." Der Junge umarmte seine Mutter.

"Mein Mäuseprinz." Sie erwiderte die Umarmung.

"Zauberei!" rief der Sohn des Königs.

"Nun zu Euch. Ich bin mehr als die gehörnte Ratte. Ich bin der Schatten der Vergeltung, denn dieses Königreich ist dem Untergang geweiht!"

"Was?"

"Schuldig der Angriffe auf die Nachbarreiche Seron und Armento."

"Was masst ihr euch an?"

"Schuldig der Entführungen unzähliger Unschuldiger."

"Wachen!!!"

"Schuldig der Plünderung vieler Reisender."

"Tötet ihn!!!"

"Schuldig der Anmaßung. Ihr seid kein Königssohn, dieser Ort ist kein Königsreich, sondern eine reine Verderbnis, ein Hort von Verbrechern, eine Krankheit!"

"Schnell!!!!!"

"Und ICH ..... bin die Heilung!"

Pfeile flogen auf den Fremden zu, doch mit einer Handbewegung wurden sie beiseite gefegt und trafen viele der vormals gröhlenden Menge.

Vermeintliche Wachen mit Äxten versuchten den Fremden zu attackieren, doch das schwebende Schwert, beendete diesen Versuch blutig.

Der Fremde breitete seine Arme aus. Zum Entsetzen der Bevölkerung des Banditenreiches wuchs er immer schneller und schneller, während er seine Gestalt veränderte. 

Verzweifelt schossen Bogenschützen auf ihn, doch die Pfeile prallten an Schuppen ab.

Dann ist die Veränderung abgeschlossen und ein großes Wesen brüllte laut auf.

Dann...  begann die Zerstörung.

Ein Weile später erhob sich das Wesen mit der Mutter und ihren Sohn auf den Rücken und flog davon.

Zurück blieb ein brennender Hort des Bösen, der sich niemals davon erholen würde.


Ende

20.09.2022


Ich hoffe sie gefällt Dir, lieber Walli udn auch Euch, liebe Leser.

Und ja, ich habe ihn nach langer Zeit mal wieder zurück gebracht, den guten Lysander.


Gute Nacht und bis bald.

Euer

Olli

Samstag, 9. Juli 2022

Story Friday Spezial 02

 Dear L.,

this is your Story.

I hope you enjoy it.


Thanks for your Words.

DESOLATE
LANGUISH
HAVEN 


The guiding sing while writing.




When Stars fall

 

When stars fall

 

Slowly she opens her eyes.

Breathing heavily, she raises her head.

Tears run down her face.

Over. Off and over.

She hears voices. Voices that are getting closer and closer.

Accompanied by dog barking.

She doesn't want it to be true.

Should it end? Here in the DESOLATE barren stone desert?

Severely exhausted, she kneels on the hard stone floor.

She can't do any more. She looked up at the night sky.

Stars, so many stars in the sky.

And they? She is alone. Down here on the ground.

Steps are getting closer and closer. The barking of the dogs has taken on a new sound.

The sound of LANGUISHING  for prey.

And the prey, the prey is she.

Strengt. No more Strength. More tears run down her cheek. Over.

She remembers his words. From him who always watched over her.

But he is no more.

"The day will come. The day when your longing away from the loneliness that guardians of this lost world will turn against you. On this day you will face your fear spots and stars will fall.  A new day will dawn. A new era. A safe HAVEN for everyone."

The loud steps tear them out of memory.

She has had enough. No more fear, no more escape.

While surrounded by the dark figures, she rises.

Firm determination shapes her face.

A smile and then she spreads her arms and screams.

Loud.

From the bottom of her heart.

Weapons fly towards her.

But they bounce off ineffectively.

Like an invisible force field.

With her arms outstretched, she turns as her cry continues.

Stars begin to move.

And to fall.

The figures recede.

Force fields form around all the innocents as the stars continue to fall.

They hit everywhere.

Liberating.

Detergent.

Only the innocent remain unharmed.

Then her scream falls silent and she stops her turn.

The force fields disappear.

The wasteland has given way to green. Nature.

Flora and fauna.

No more dark figures, no more darkness, just innocence.

And freedom.

And in the distance she sees him.

The safe haven.

Overjoyed, she went to her knees.

Tears ran, tears of happiness, tears of relief.

And it seems as if she sees his face in the sky.

His face, which says: When stars fall......

And smiles.


The End?


I hope you smile, too.

Have nice Weekend.

Yours Wyvern


Freitag, 1. April 2022

Story Friday 39

 Seid gegrüßt meine Lieben,


die heutige Kurzgeschichte ist einer Person gewidmet, die ich sehr schätze.

Eine Zeit, in der ich Dir Halt gab und Du mir, gab mir die Idee Deine Gedanken zu einen Text zusammen zu fassen. Es ist schön das es Dich gibt.


Fassade

Du glaubst mich zu kennen? Du glaubst mich zu verstehen?

Was gibt Dir das Recht, hast Du je richtig in meine Augen gesehen?

Ich lächel nicht und Du glaubst mir geht es schlecht.

Ich lache und Du glaubst mir geht es gut.

Was glaubst Du wenn ich Dich neutral ansehe, nicht lächel und nicht lache. Was glaubst Du wie es mir dann geht.

Fehlen Dir da die Worte?

Nein Du entscheidest Dich für eine von 2 Möglichkeiten.

Und dann denkst Du, das Du mich verstehst?

Was macht Dich so sicher das es so ist?

Wusstest Du, das ich innerlich lachen kann, wenn ich äußerlich traurig bin, das ich innerlich weinen kann, wenn ich äußerlich lache?

Du verstehst das nicht, aber ich dachte Du verstehst mich.

Ich sage es Dir, manchmal ist schein nicht Sein.

Ich stehe mit gebrochenen Herzen hinter der Kasse und bediene lächelnd Kunden, bewahre den Schein. Ich sitze völlig fertig am Boden meiner Wohnung und Empfinde viel Glück, weil woanders Leben neu entstanden ist, genieße das Sein.

Und Du denkst das Du mich verstehst?

Du denkst, das Du mich kennst?

Dann sieh mir richtig in die Augen, DANN wirst Du erkennen und verstehen, aber niemals so, wie Du es jetzt tust, denn das ist Schein und niemals das Sein.

Ende


Nochmal danke und pass weiter auf Dich auf, ich bin für Dich da,

Immer.



Und Euch liebe Leser wünsche ich ein schönes Wochenende.

Euer

Olli


Freitag, 25. März 2022

Story Friday 38

 Seid gegrüßt meine Lieben,

aus gegebenen Anlass hier eine Geschichte, die mir am Herzen liegt.


Schlüssel

 

Der Moment der Entscheidung. Der Moment der alles verändern würde. Für immer. Die Augen schlossen sich und die Arme breiteten sich aus. Nur noch ein Schritt. Ein Schritt nach vorne, ein Schritt der die Ewigkeit bedeutete. Der letzte Schritt, der, der getan werden musste. Seine Hand ergriff etwas an seinen Hals.

Man sagt, das in einen so bedeutenden Moment das bisherige Leben an einen vorbei zog. Es stimmte. Wenn in seinen Fall auch nur einen kleinen Abschnitt seines Lebens. Einen winzigen aber bedeutenden Abschnitt… der Erinnerung.

Der Regen. Die Brücke. Die Verzweiflung. Die Angst. Eine großartige Stadt namens Wien. Ein Lächeln, zuvor noch nie in so einer reinen Schönheit gesehen und er, er musste es wissen, sogleich sein Beruf ihn mit vielen Gesichtern verband.

Die Brücke, er lehnte über das steinige Geländer, schaute hinab zur Donau, den Regen auf der Haut spürend, durchdringende Nässe die Kleidung nicht verschonte.

Ein Schirm? Unnötig, es eh alles egal schien. Die Verzweiflung verdrängte jegliches Feingefühl, die Angst das Schamgefühl.

„Die Nässe auf ihren Wangen, das ist nicht der Regen alleine.“

So klar und sanft die Stimme und er drehte sich um, zu schauen in 2 wunderschöne Augen. Augen die er zuvor noch nie gesehen hatte. Und das Gefühl, das unbeständige Gefühl ertappt worden zu sein. Es zu verneinen, hieße zu lügen, doch warum störte ihn das, es eh doch alles egal schien.

Die Augen schauten ihn sanft weiter an und wie durch ein Wunder hörte der Regen um ihn herum auf und er wurde nicht weiter nass. Dieses Wunder, sofern er es bemerkte, nennt man Regenschirm.

Seine Augen konnten von den ihren nicht lassen und im Angesicht der Wiener Metropole schien es fast schon klischeehaft anzumuten, als er verlegen die Antwort gab. „Ja.“

Ein einfaches Ja, kein Auschmücken, keine Ausreden, keine Lüge, kein Verstecken der Situation. Aber war das bis vor einen Augenblick nicht eh egal gewesen? Der Kopf senkte sich, doch hob sich wieder überraschend als ein Taschentuch die vermischte Nässe aus Regen und Tränen abtupfte. Es fühlte sich sanft an, fühlte sich unwirklich an, fast schon wie in einen Film oder auf einer Bühne, da war es, das Klischee.

Die Wangen getrocknet, die Hand sich senkte und die Augen, diese faszinierenden und wunderschönen Augen, wandten den Blick nicht ab. Die Verlegenheit, sie ließ kein Wort zu, doch die eigenen Augen sprachen deutlich eine neue Sprache, von Verzweiflung zur Dankbarkeit.

Wortlos nahm sie seine Hand und zog ihn mit, keinen Widerstand gab er, folgte ihr und nicht viel später schaute er zu einen Riesenrad auf.

Der Regen, er fiel immer noch, das Wiener Riesenrad hatte geschlossene Kabinen und so zog sie ihn mit und kurz darauf, der Blick über Wien, der Blick über eine wunderschöne Stadt.

Und erst da merkte er es. Eingehakt hatte sie sich bei ihm und ihr Blick ging verträumt in die Ferne, ihre Hand spielte mit einen kleinen Schlüssel. Was schien real und was nicht. Es fühlte sich wieder wie ein Klischee an, wie im Film und doch… es fühlte sich unheimlich gut an. Die Verzweiflung zuvor, wo war sie nun? Weg?!

Der Regen ließ nach und sie zog ihn weiter mit, weiter über den Prater vorbei an all diesen bunten Buden, weiter zur Strassenbahn und dann, viel später stand er vor einer großen Glasscheibe, wurde von seltsamen Gestalten in schwarzweiß betrachtet. Kichernd stand sie neben ihn, stupste ihn an, denn Pinguine fand sie schon immer toll. Still stand er da, war auch in schwarzweiß gekleidet, hatte die Arme gesenkt wie diese ihre Flügel und vielleicht machte ihn das unbewusst zu einen Mitglied ihrer Familie.

Das reine und wunderschöne Lächeln, er sah es wieder am Eisbärengehege wo Eisbärenzwillinge sich im Wasser vergnügten. Ihr Lächeln angesichts dieser Bärenbabys, so unschuldig und rein, so frei und sanft, er vermisste etwas, seine Angst. Und er sah wieder den kleinen Schlüssel in ihrer Hand.

Und später vor den Schloß Schönbrunn, sie kichernd in das Labyrinth lief und er sie nicht finden konnte, ihm jemand die Augen zu hielt und natürlich war es sie, sie, die ihn eher fand und sie hatte wieder diesen kleinen Schlüssel in ihrer Hand.

Vorbei am Stephansdom, mit einer Kutsche durch die Stadt, kein Regen mehr fiel, die Sonne erschien und alles schien wie ein Traum. Ein klischeehafter Traum, denn jeder Traum nimmt mal ein Ende und irgendwann standen sie wieder an der Brücke, da, wo alles begann.

Ihr Lächeln, der Abschied spiegelte sich in den Augen, sie würde gehen und er hatte nichts. Keinen Namen, keine Adresse, keine Telefonnummer, nichts. 

„Was auch immer Verzweiflung rief, so schlimm kann es nicht sein, sonst hätten sie den Tag heute nicht so genossen.“ Sie drückte seine Hand zum Abschied und als die Hände sich lösten, hielt er den kleinen Schlüssel in der Hand.

Er schaute darauf, hob wieder den Blick an und wollte sie fragen, doch sie war weg. Wie von Erdboden verschwunden. Er war wieder alleine und der Regen begann wieder zu fallen. Sie war weg und es war, als ob sie ein großes Loch hinterlassen hatte.  Alleine. Im Regen auf einer Brücke in Wien, wo es mit Verzweiflung und Angst begann.

Jede Erinnerung hatte ihr Ende und er, er stand vor diesen Schritt, diesen Schritt in die Ewigkeit, fühlte in seiner Hand den kleinen Schlüssel, mit einer kleinen Kette umgehangen.

Die Arme ausgebreitet öffnete er die Augen und sah sie vor sich. Sie, die ihn gefunden hatte. Ihre Hand lag an ihren Hals und er sah einen kleinen Schlüssel. Die Entscheidung fiel.

Er machte den Schritt vor… und verneigte sich.

Tosender Applaus ertönte, begeisterte Rufe, begeisterte Pfiffe und sie, die ihn sanft und stolz anlächelte.

Seine Angst und Verzweiflung überwunden, den Sprung über den eigenen Schatten, der Druck  weg, die Zukunft offener denn je. Überalle standen sie begeistert auf, hörten nicht mehr auf zu klatschen und sein Blick fiel auf den Schlüssel und dann auf sie.

Er lächelte.

 

Ende




Habt ein schönes Wochenende.

Euer

Olli

Freitag, 18. März 2022

Story Friday 37

 Seid gegrüßt meine Lieben.

Willkommen zum Story Friday.

Eigentlich wollte ich heute eine 3 Wort Story bringen aber aus persönlichen Gründen muss ich es noch einmal schieben. 

Heute jährt sich etwas für mich, etwas was für mich sehr schön war.

Diese Geschichte ist eine Erinnerung daran.


Ein Moment

 

Die Hand glitt über den Stein und umrundete die Buchstaben. Sanft berührten die Finger die leicht rauhe und metallene Oberfläche. Vorsichtig und nachdenklich, sanft und fast schon beschützend. Ein kleiner Augenblick der das Leben veränderte, ein kleiner Augenblick, so kurz und unscheinbar, das man ihn fast nicht bemerkte.

Der Blick las die Worte auf den Stein und der Verstand vermochte es immer noch nicht zu glauben, das jemand, jemand den man sehr schätzte, jemand der sehr wichtig war, nicht mehr da ist.

Die Gedanken gingen zurück, zurück in eine andere Zeit. Eine Zeit des Vertrauens, eine Zeit der Gemeinsamkeit, eine Zeit die Gutes als auch Schlechtes gemeinsam geteilt hatte. Eine Zeit die man gerne zu zweit geteilt hatte.

Und dann, einfach so, von einen Moment zum Anderen änderte es. Es war ein Widerspruch, denn es war ein kleiner Moment und doch schien die Zeit still zu stehen. Einfach still zu stehen. Doch es war nicht die Zeit die stand. Es war etwas anderes.

Etwas was geschenkt wurde, was bewahrt wurde, etwas was zwei Menschen verband. Etwas ganz Wertvolles.

Die Augen schloßen sich, als eine Träne der Erinnerung über die Wange lief. Eine kleine und doch unscheinbare Träne, die fast in Zeitlupe auf den Stein fiel und dort für einen Moment fast überirdisch zu glänzen schien. Der Moment in dem etwas warm wurde, etwas, was nicht von einen Moment auf den anderen stehen blieb, aber etwas was sich erinnerte, was sich gerne erinnerte.

Und die Augen öffneten sich und die Fingerspitzen glitten wieder über die Buchstaben… gefolgt von einen Lächeln im Wissen niemals alleine zu sein.

 

Ende


Danke Dir. :-)


Nächstes Mal aber dann wirklich.

Die Geschichte ist dann für B. die bereits fertig ist.

In den nächsten Tagen gibts auch ein kleines Update. 


Habt ein schönes Wochenende


Euer

Olli


Freitag, 11. März 2022

Story Friday 36

 Seid gegrüßt,


am 29 August 2020 war der letzte Story Friday, wie die Zeit vergeht. Nun ist er wieder hier.

Heute zum Rückstart etwas Nachdenkliches was ich für die liebe Simone geschrieben habe in Erinnerung an ihren letzten Besuch bei mir im Januar, als wir an einen See spazieren waren.

Danke dafür, liebe Simone. :-)


Augenblick

 

Langsam berühren die Fingerspitzen die Wasseroberfläche. Sanft gleitet das Wasser an ihnen entlang und bilden 5 gerade Linien. Sonnenstrahlen legen sich auf das Wasser und verleiht der Oberfläche einen fast schon überirdischen Glanz.

Die Hand bewegt sich langsam hin und her und die Linien verformen sich zu schlangenartigen Wellen. Entlang der Linien perlt sich das Wasser im Sonnenschein wie hunderte kleine Kugeln.

Für einen Moment stoppt die Hand und die Linien glätten sich, dann taucht sie gemählich in das Wasser ein und aus den 5 Linien wird ein großer Balken. Die Wärme des Wasser steigt langsam von der Hand über den Unterarm bis hoch in den oberarm auf und bewirkt eine Gänsehaut.

Augen schließen sich und nehmen den Moment auf als die Wärme über den Oberkörper bis zum Kopf zieht und ein angenehmes Gefühl die Sinne auf eine wunderbare Reise schickt.

Eine Reise begleitet von Wasser und Sonne, eine Reise die nie vergessen wird.

Die Hand taucht weiter und berührt weit geöffnet, alle Finger gespreizt, den sandigen Boden, fühlt ausser Sand noch kleine Steine. Vorsichtig setzt sie sich auf und es scheint fast so als ob der Körper auf den Arm stützt.

Die Augen weiterhin geschlossen, das sanfte Kitzeln der Sonnenstrahlen auf der Haut, die Wärme des Wassers die den ganzen Körper vereinahmt.

Aus den Augenwinkeln lösen sich 2 Tränen, ergriffen von der Schönheit des Augenblickes.

Langsam gleiten sie über die Wangen hinab, begleitet von Lichtspiel der Sonnenstrahlen, über die Wärme des Körpers bis zu der Stelle der Wange an der sie sich lösen. Sich lösen und hinab fallen.

Fast schon wie in Zeitlupe, in einen Moment der Ewigkeit bedeuten kann, fallen sie auf das Wasser, scheinen aufzuglänzen und  verschmelzen zu einer Einheit.

Die Hand beginnt sich vom sandigen Boden zu lösen und sehr langsam beginnt sie das Wasser zu verlassen.

Im Sonnenlicht perlen die vielen kleinen Kugeln über die Hand hinab und vereinen sich wieder mit den Wasser und aus einen Balken werden wieder 5 Linien, die dann enden als die Hand das Wasser endgültig verläßt.

Vereinzelt fallen kleine Tropfen von der Hand noch ins Wasser und dann erhebt sich der Körper, die Augen weiterhin geschlossen. Langsam verläßt die Wärme des Wassers den Körper und dreht sich der Sonne zu. Arme breiten sich aus und heißen die Sonnenstrahlen willkommen, die sich kitzelnd über die Haut bewegen.

Langsam, sehr langsam  öffnen sich die Augen und für einen Moment, für einen einzigen Moment … ein Lächeln.

 

Ende




Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. :-)

Euer
Olli


Samstag, 29. August 2020

Story Friday 35

Seid gegrüßt,

heute mal mit nur einen Tag Verspätung, der neue Story Friday.
Diese Geschichte habe ich vor sehr vielen Jahren als Jugendlicher geträumt und sie später als Erwachsener nieder geschrieben, anhand von Notizen die ich gemacht hatte.
Manchmal, nach intensiven Träumen, mache ich mir immer noch Notizen und schreibe sie als Geschichte nieder.
Elemente in Träumen spiegeln sich aus real gesehenen oder erlebten Dingen ab.
So auch bei mir.




Das Haus des Vergessens


Langsam öffne ich meine Augen. Es ist kalt und es beginnt zu dämmern. Ich befinde mich in einem Wald. Die Bäume stehen sehr dicht beieinander. Meine Sicht ist sehr beschränkt. Es wird beängstigend schnell dunkel. Ein Regentropfen trifft mein Gesicht und es wird langsam immer kälter. In unmittelbarer Nähe höre ich es donnern und grollen. Da sehe ich einen schwachen Lichtschimmer zwischen den Bäumen. Schnell bewege ich mich in Richtung des Lichtes. Inzwischen ist es beinahe ganz dunkel und der Regen stärker geworden. Plötzlich erhellt ein Blitzschlag die Nacht. Für eine Sekunde erkenne ich den Umriss eines Hauses. Ich erstarre. Es hat das Aussehen eines alten englischen Adelshauses. Schnell öffne ich die Tür und trete ein. In diesem Moment öffnet der Himmel alle seine Schleusen. Das Unwetter bricht jetzt ganz los. Die Tür fällt hinter mir zu. Kerzen und Öllampen erhellen den Vorraum. Als Erstes fällt mir das Portrait neben der großen Treppe auf. Es zeigt eine junge Frau in einem Adelsgewand. Eine mit Edelsteinen besetzte Kette ziert ihren Hals. In ihrer rechten Hand hält sie eine Rose. Für einen Moment habe ich das Gefühl, dass sie mich anlächelt. Schnell wende ich mich ab und hole tief Luft. Es wird immer unheimlicher.
Ich begebe mich in den Nebenraum. Es ist ein großer Tafelraum. Ein langer Tisch steht in der Mitte. Auf ihm stehen zwei Kerzenleuchter mit je fünf brennenden Kerzen. Antike Möbel verleihen dem Raum einen nostalgischen Eindruck. Überall ist eine dicke Staubschicht. Doch das kann doch nicht sein. Wer hatte all die Kerzen und Lampen angezündet? Auch im Staub sind keine Spuren zu sehen. Außer den meinen. Ich verlasse den Raum und schaue mich weiter um.
Die anderen Räume sind mehr oder weniger Wohnzimmer, ausgestattet mit Bücherregalen und anderen Möbelstücken. Auch dort ist überall Licht und Staub. Ohne Spuren. Draußen knallt das Gewitter erneut. Und so gehe ich die große Treppe nach oben. An der Wand hängen Waffen. Degen, Dolche und Duellpistolen. Ich begebe mich in den ersten Raum zu meiner Linken. Als ich die Tür geöffnet habe fühle ich einen kalten Lufthauch. Langsam trete ich ein. Das Erste, was ich sehe ist ein Bett. Dann den Kosmetiktisch mit dem großen Spiegel. Davor sitzt jemand. Jetzt bemerke ich, dass in diesem Raum kein Staub ist. Die Person auf dem Stuhl steht auf und dreht sich um. Meine Augen weiten sich. Es ist die Frau von dem Bild. Sie lächelt. Ich bringe kein Wort über meine Lippen, bin wie erstarrt. In ihrer rechten Hand sehe ich eine Rose. Langsam kommt sie auf mich zu. Ich möchte zurückweichen, doch ich bin wie gelähmt.
Dann hat sie mich erreicht und schaut mich an. Ein Blitz erhellt zusätzlich kurz den Raum. Für einen Moment scheine ich durch sie hindurch schauen zu können. Doch das ist bei diesen Lichtverhältnissen sicher eine Täuschung. Sie hebt die Hand mit der Rose und hält sie mir hin. Ich zögere. Ich weiß nicht was ich tun soll. Sie schaut mich mit ihren himmelblauen Augen an. Irgendwie erkenne ich dort Trauer. Ich nehme die Rose. Dabei schaue ich ihr tief in die Augen. Die Traurigkeit ist verschwunden. Die Traurigkeit ist der Freude gewichen. Plötzlich fängt die Frau an zu leuchten. Ein fast überirdischer Glanz umhüllt sie. Es ist unbeschreiblich. Da beginnt sie durchsichtig zu werden. Mir wird immer kälter und kälter. Ich schrecke zurück und reiße die Hände hoch. Da spüre ich Regen. Das Haus ist weg, ich stehe im tiefsten Wald.
Mit einem Aufschrei schrecke ich hoch. Ein Traum. Es war alles nur ein Traum. Tief Luft holend mache ich die Nachttischlampe an. Ich erstarre. Langsam lasse ich meine Hand über meine Bettdecke gleiten. Bis sie eine Rose fühlt.


Ende
24.09.1997



Habt ein schönes Wochenende.

Euer
Olli


Montag, 24. August 2020

Story Friday 34

Seid gegrüßt,

leider war in den letzten Tagen viel los, daher mit Verspätung der Story Friday, mit einer kleinen Geschichte, die ich 2012 einfach so geschrieben hatte.



Autumn

Der Weg weit, der Fall eine halbe Ewigkeit. Durchsichtig und doch trüb, fest und doch formend. Vom Himmel hinab zur Erde, vom Ende wieder zum Anfang und umgekehrt.
Ein Regentropfen, einer von vielen, einer auf seinen und doch den einen Weg.
Auf jenen Weg zu sehen die Wolken, zu sehen die Berge, zu sehen den Wald, zu sehen den Baum, zu sehen die Feder um darauf zu landen und in viele kleine Tropfen zu zerspringen.
Der gefiederte Körper schüttelte sich und trat durch ein Loch zurück in seine Behausung und der kleine Kopf bemustere den Regen.
Wie er fiel, wie er alles in erfrischender Nässe eindeckte. Wie der Wald ein neues Antlitz bekam. Doch etwas war anders als sonst. Blätter, einst kräftig und bunt, fielen schwach zu Boden.
Der kleine Kopf legte sich schief und ein Flügel wurde aus dem Loch heraus gestreckt, worauf sich eines der vielen Blätter legte.
Vorsichtig wurde der Flügel zurück gezogen und das Blatt darauf bemustert. Der Schnabel stupste leicht daran und eine Kante blätterte etwas ab. Anders als zuvor. Der kleine Kopf pustete das Blatt sanft aus dem Baum und langsam segelte es zu Boden, wobei es zum Spielball der nachlassenden Regentropfen wurde.
Sich bewusst das etwas geschah, etwas was der kleine Kopf noch niemals sah, unsicher in die Zukunft schauend und doch wissend es tut zum Lauf jener Dinge gehören, jene Dinge die den kleinen Kopf doch manchmal verstören.
Eine angenehme Schicht lag in der Luft, eine Luft die zum klaren Atmen einlud und befreiend wirkte. Die letzten Tropfen berührten den Boden und der gefiederte Körper trat wieder auf den Ast heraus.  Langsam schaute sich der kleine Kopf um, denn etwas war ganz anders als sonst. Die Bäume! Sie waren fast kahl und hatten kaum noch Blätter.
Ein Blick zum Boden zeigte es und ein Gefühl, einsam und verloren wie eine Feder im Wind legte sich auf das kleine Herz. Der gefiederte Körper streckte seine Flügel aus und glitt langsam zu Boden, landete auf vielen, vielen Blättern.
Alle durcheinander, bunt und doch blass, meist grau aber vielfältig und doch brüchig.
Der Schnabel pickte nach einen Blatt, doch das es bröselte, war nicht mehr so stark wie in der Zeit zuvor. Traurig fühlten die Klauen die Blätter, doch davon wurde es nicht wieder besser.
Ein Anfang, ein Ende und zugleich ein Neubeginn führend zu einen neuen Ende. Der Zirkel des Lebens. Unscheinbar und doch präsent.
Blätter fielen auf den gefiederten Körper der erschrocken zur Seite sprang und sich umdrehte. Eine Eule wirbelte mit den Flügeln Blätter auf und streute sie in die Richtung.
Ein erfreuter Kreischer, nein ein verspielter Kreischer verließ der Eule Schnabel und sie warf wieder Blätter hoch, drehte sich, wirbelte sich im Kreis und kippte dann schwindlig freudig piepsend um.
Der kleine Kopf legte sich wieder schief und beobachtete das seltsame Schauspiel. Geräusche von Rechts und der Kopf drehte sich. 2 Frettchen tollten wild durch die Blätter und rollten sich durch das Laub.
Unsicher schaute der kleine Kopf auf die Blätter , dann schoben sich die Flügel in das Laub und hoben es vorsichtig an. Mit einen Ruck wurden die Blätter hochgeworfen und segelten teils langsam, teils schneller obgleich der Nässe wieder herab, deckten den gefiederten Körper ein.
Es kitzelte, es kribbelte, es fühlte sich seltsam an. Aber ... es fühlte sich gut an. Der gefiederte Körper warf wieder Blätter hoch und tollte mit der Eule herum. Dinge die eigentlich verstören können auf ihre Art aber auch betören. Einfach mal nur zu genießen, so kann das Leben auch mal fließen.
Von oben zog langsam der Wind seine Bahn um zu begleiten was zuende geht, um zu begrüßen was neu entsteht. Fast schon vorsichtig gleitet er durch die Äste und löst die letzten Blätter um sie langsam nach unten zu begleiten, um ihnen ein Geleit zu den Anderen zu geben um den nahenden Abend zu begrüßen.
In der Ferne senkt sich die Sonne und ein letztes Mal legen sich die Strahlen auf die Blätter bevor der Mond sich erhebt und mit ihm die Wärme der Kälte weicht.
Der Weg weit, der Fall eine halbe Ewigkeit. Weiß und klar, fest und doch formend. Vom Himmel hinab zur Erde, vom Ende wieder zum Anfang und umgekehrt.
Eine Schneeflocke, eine von vielen, eine auf ihren Weg.

Ende
07.07.2012





Ich wünsche Euch was.

Euer
Olli

Freitag, 14. August 2020

Story Friday 33

Seid gegrüßt,

na, macht euch die Hitze auch so zu schaffen?
Da wir nicht wirklich eine gescheite Klimanalage im Laden haben, könnt Ihr Euch ja denken wie ich mich fühle. Gnarf. :-)
Ich hoffe Euch ergeht es besser. ^^
Die heutige Geschichte hatte ich in der Vergangenheit irgendwann schonmal gepostet. Auf Wunsch lieber Freunde, denen sie so gut gefiel, bringe ich sie heute noch einmal.
Und ich gebe zu, ja, das kommt mir gelegen. Bei der Hitze schreibt es sich nicht wirklich gut.

Dieser Post ist ausserdem ein kleines Jubiläum.
Es ist der 300 Post. Das hätte ich damals nie gedacht das ich das erreichen würde.
Ganz lieben Dank an Euch, liebe Leser.


Über den Regenbogen

Langsam öffnen sich die Augen. Die ersten Sonnenstrahlen eines neuen Tages benetzen die Pupillen, die sich langsam erweitern und die Nacht hinter sich lassen.
I
n der Ferne erhebt sich die Sonne und lege sein Licht über die Natur des Lebens.  Ein Blick zum Himmel, der sich vom Morgenrot verabschiedet und Platz für ein klares Blau macht.
Vereinzeltes Vogelgezwitscher begrüßt den neuen Morgen.

Langsamen Schrittes über das Holz der alte Eiche, sicher und zielstrebig, mit einen Ziel vor Augen. Heute ist der Tag.
Flügel breiten sich aus, werfen den Rest der Müdigkeit dem Tag entgegen und beginnen sich schneller und schneller zu bewegen um sich zu erheben, das Holz hinter sich zu lassen.

Höher und höher durch den Wind sich tragen zu lassen, das Unten zurück zu lassen.
In der Ferne ein Schwarm Vögel, sich bindend in einen langen V, fliegend in Richtung Süden, das was kommt hinter sich zu lassen, das was erreicht wird entgegen zu fliegen.
Am Boden ein Bär, brüllend den Tag auf seinen Hinterbeinen begrüßt, sein Nachwuchs behütet, den Schutz bewahrt.

Die Flügel tragen weiter, nicht müde werdend, in Richtung eines Berges, majestätisch erhoben durch die Jahrtausende der Erde.  Das Ziel vor Augen, einen Traum folgend.
Höher und höher, egal was kommt, kein Weg zu weit, kein Hindernis das zu stoppen vermag.

Begleitend ein Adler heran kommt, den Weg ein Stück mit fliegt. Zu zweit die Zeit schneller davon geht, zu zweit die Einsamkeit vergeht.
Zeit verweht wie Staub im Wind, die Sonne die Mitte des Tages erreicht, das Blau des Himmels dunklen Wolken weicht. Der Adler, seines Weges fliegend, mit einem spitzen Schrei sich verabschiedend.

Der Berg, viel näher als zuvor, viel größer als gesehen, das Auge mag es nicht ganz glauben aber verstehen.

Ein Wassertropfen der die Federn berührt und von dem kündet was kommt. Doch das war klar, darum ist heute der Tag.

Ein spitzer Schrei den Schnabel verlässt, Freude kund tut, den Traum zum greifen nah.
In einer kurzen Zeit der Boden in Wasser getränkt wird, befreiend von der Hitze der letzten Tage, befreiend es aufnimmt und speichert und sich daran bereichert.
Wasser, am Körper herab gleitet, Wasser, den Weg zum Traum bereitet.
Der Berg ist fast überwunden, das Licht der Sonne sich wieder durch die Wolken zeigt und der Beginn des Traumes seinen Weg bereitet.

Eine Farbe ist zu sehen, ist es rot oder blau, das erkennt sich nicht genau. Eine weitere Farbe, ist es grün und da, es scheint gelb zu sein, folgend von anderen Farben so rein.
Das Herz erfreut sich, das Ziel ist nah, eine Brücke am Himmel sich bildet, eine Brücke die den Traum erfüllt.

Die Flügel tragen weiter und weiter, höher und höher, dem Ziel immer näher, den Traum entgegen.
Sie tragen über die Brücke, die Farben sich auf den Federn glänzend spiegelt, der Traum, das Ziel sich erfüllt.

Ein einziges Mal zu fliegen.

Über den Regenbogen...

Ende
25.06.2012


Habt ein schönes Wochenende.

Euer
Olli

Jahresabschluß 2025

 Meine lieben Leserinnen, meine lieben Leser, ich möchte mich bei Euch für die jahrelange Treue bedanken. Auch wenn es hier hin und wieder s...