Freitag, 24. April 2020

Story Friday 17

Seid gegrüßt,

na wer hätte das gedacht. Ich bin wieder in der Freitags Spur. XD
Ich hoffe es geht Euch allen gut. Mir selber geht es gut, ja, ich habe die "freie Zwangszeit" genutzt mich mit meiner Wohnung auseinander zu setzen.
Daher habe ich auch nichts Neues geschrieben und wollte Euch ein älteres Werk präsentieren, das ich mal für eine liebe Bekannte geschrieben habe. Leider ging der Kontakt irgendwann verloren.
Ihr ging es damals nicht gut und ich habe spontan eine kurze Geschichte zur Aufmunterung geschrieben.
Sie ist Fantasy Fan und mag Ciruelo, von dem auf das Bild da unten stammt. Ein sehr begnadeter Künstler, wie ich finde.
Ab jetzt nehme ich auch wieder 3 Wörter an und schreibe wieder. Wenn Ihr also dabei sein möchtet, schreibt mir 3 Wörter in die Kommentare und ich setze sie um.

Viel Spaß beim Lesen.




Crystallion



Schwer atmend öffnete er die Tür. Langsam ging er ins Freie. Es war Nacht. Seine Kleidung wurde spielend vom Wind erfasst. Die Tür fiel wieder ins Schloss. Seine Hand ergriff einen Stuhl, den er unter die Klinke der Tür klemmte um sie zu blockieren. Dann ging er bis zu einer Brüstung. Sein Blick fiel in die Tiefe. Er stand auf dem Dach eines Hochhauses, um ihn herum die Lichter einer Großstadt. Ein Flugzeug von einem nahe gelegenen Flughafen flog über ihn hinweg und leuchtete kurz im Licht einer Leinwand auf.

Für einen Moment verharrte er an der Brüstung, dann stieg er kurzentschlossen auf sie. Ein plötzlicher Windstoß erfasste ihn. Es gelang ihm, so gerade sein Gleichgewicht zu halten.

Kurz wunderte er sich über den Windstoß, da das Flugzeug schon weit weg war, dann hatte er ihn schon vergessen. Er breitete seine Arme aus und blickte in die Tiefe.

„Was hast du vor?“ fragte jemand hinter ihm. Eine ungewöhnlich sanfte Stimme. Er drehte sich verwundert um, da er ja die Tür blockiert hatte und erschrak. Vor ihm stand ein sehr großes Wesen. Ein schimmerndes Weiß welches sogar die Nacht übertraf umgab es. Zwei mächtige Flügel bedeckten einen Großteil des Daches. Und doch ging eine angenehme Ausstrahlung geht von dem beeindruckenden Wesen aus.

Er war sprachlos. Ein weißer Drache. Es war ein weißer Drache. Sowas gab es doch nicht! Höchstens im Aberglaube!

„Hat es dir die Sprache verschlagen, Mensch?“ ertönte die Stimme etwas amüsiert. „Es ist schon seltsam. So reagieren alle Menschen auf mich.“

Ein leichtes Bedauern schwang in der Stimme mit. Der Drache bewegte sein gewaltiges Maul beim Sprechen nicht. Es war, als würde die Stimme in seinem Kopf ertönen.

„Nun?“ fragte der Drache.

„Wer... wer bist du?“ stammelte er.

„Man nennt mich Crystallion. Und du?“

„Ich heiße Gilbert.“

„Und warum machst du zu dieser Zeit solche Dummheiten? Es geht sehr tief runter.“

„Das soll es auch.“

„Warum?“

„Ich habe Krebs!“

„Das ist jene Krankheit mit der ihr Menschen noch nicht fertig werdet. Deiner Kleidung nach bist du ziemlich wohlhabend. Warum genießt du das Leben nicht noch?“

„Ich will nicht auf den Tod warten.“

„Ist diese Krankheit denn schon bösartig?“

„Nein. Ich habe es heute erfahren.“

„Na da gibt es doch noch immer Hoffnung. Es gibt doch Therapien.“

„Unwahrscheinlich, dass es hilft.“

„Warum?“

„So lange, wie es diese Krankheit schon gibt. Und überhaupt, ich habe meine Hinterlassenschaft schon geregelt.“

Crystallion schüttelte den Kopf. „So hoffnungslos, kleiner Mann?“

In diesem Moment nahm der Wind zu. Gilbert ruderte mit den Armen und verlor das Gleichgewicht. Er fiel von der Brüstung und stürzte in die Tiefe.

Er sah den Boden näher kommen. Doch zum Aufprall kam es nicht. Er landete weich auf Crystallion.

„Halte dich gut fest.“ sagt sie. Er gehorchte. Gilbert zitterte am ganzen Körper. Der Schock saß tief. So leicht stirbt es sich doch nicht. Crystallion flog durch die Nacht. Ihr Flug ging  durch die Hochhausschluchten der Großstadt. Die Lichter verliehen dem Flug einen fast überirdischen Glanz. Gilbert fühlte den kühlen Nachtwind in sein Gesicht schlagen.

 Es war sehr angenehm. Es war ein fast unbeschreiblich schönes Erlebnis für ihn. Er vergaß für den Moment seine Krankheit.

„Nun. Wie ist es?“ fragte Crystallion.

„Fantastisch. Sag mal, hast du keine Angst, von den Menschen gesehen zu werden?“

„Sie sehen mich nicht.“

„Wie?“

„Nur du kannst mich sehen. Glaub mir.“

„Ich verstehe.“

Crystallion landete wieder auf dem Dach des Hochhauses und er stieg ab.

„Überdenke deine Entscheidung im Angesicht der Lichter unter dir.“ sagte sie.

„Es gibt immer Hoffnung?“ fragte er.

„Immer!“

Gilbert sah den weißen Drachen an. Dann schaut er über die Brüstung.

„Es gibt immer Hoffnung?“ fragt er.

„Immer!“ Crystallion nickt.

„Klarissa. Meine Frau. Ich kann sie nicht so zurücklassen.“

Gilbert drehte sich zu Crystallion um. „Ich kann ihr das nicht antun. Ich bin ein Idiot.“

Er schüttelt den Kopf. „Ich will leben.“ Seine Stimme klang überzeugt.

„Leben ist zu kostbar, um es wegzuwerfen. Nun lebe wohl. Ich muss dich jetzt verlassen.“

Crystallion breitete ihre Flügel aus.

„Danke.“ sagte Gilbert. „Danke für alles.“

Crystallion erhob sich und flog davon.

Gilbert sah ihr nach. Dann ging er zu der Tür. Er verspürte Sehnsucht nach Klarissa. Sie wartete sicherlich auf ihn. Er nahm den Stuhl wieder weg und ging zurück ins Treppenhaus.

Hinter ihm fiel die Tür ins Schloss.



Ende


Ich wünsche Euch einen schönen Abend und ein angenehmes Wochenende.
Bleibt gesund.

Euer
Olli

Montag, 20. April 2020

Story Friday 16

Seid gegrüßt,

wenn ich so weiter mache, kann ich bald eine Woche überspringen.
Gnarf.
Heute gibt es keine 3 Wörter Geschichte, sondern etwas besonderes. Als ich damals zu meiner Schulzeit in den 80ern meine ersten Kurzgeschichten schrieb, hatte ich einen Füller und ein Blatt Papier. Viele Jahre später habe ich sie dann auf meinen ersten PC abgetippt. Das war 1997.
Zu den allerersten Geschichten zählte auch diese, die ich Euch nun zeige.
Nichts Besonderes, sondern eine einfache Geschichte inspiriert von einen schottischen Mythos.

Viel Spaß beim Lesen.


Der See



Brad Harris fährt wütend über die alte Landstraße.

Die Tachonadel erreicht die 150. Er tritt das Gaspedal weiter durch.

„Diese verrückten Schotten! Nichts als Ärger hat man mit diesen Geizhälsen.“ schimpft er. Seine Wut bezieht sich auf ein großes Geschäft, des er zu verlieren droht. Im hellen Mondschein rast er durch die Nacht.

Es ist Vollmond.

„Das Projekt geht verloren. Es geht verloren! Und mit ihm all das Geld!“ schimpft er weiter und gibt weiter Gas.

Das Unheil nimmt seinen Lauf. Für einen kleinen Moment ist er unaufmerksam. Dadurch übersieht er die nahende Kurve.

„Nein!“ ruft Brad und reißt das Steuer herum. Doch es ist zu spät. Es reicht nicht aus. Mit Hochgeschwindigkeit durchbricht der Wagen das Straßengeländer und rast aus der Kurve. Nach einem kurzen Flug klatscht der Wagen auf das Wasser eines Sees. Langsam beginnt der Wagen zu sinken.

„Das darf doch wohl nicht wahr sein.“ flucht Brad und versucht, die Tür seines Wagens zu öffnen. Er will raus. Dieser Wagen soll nicht sein Grab werden. Mit einer großen Kraftanstrengung gelingt es ihm schließlich, die Tür zu öffnen. Wasser strömt ihm entgegen.

Mühsam stemmt er sich aus dem Wagen und krault weg.

Hinter ihm versinkt der Wagen. Ein letztes Aufbäumen, dann ist er ganz weg.

„Das ist einfach nicht mein Tag.“ Brad schüttelt den Kopf. Er schwimmt in die Richtung, in der er das Ufer vermutet. Hinter ihm ist eine hohe Felswand. Da kommt er nicht hoch. Brad Harris krault weiter.

Plötzlich spürt er etwas an seinem Bein. Er erschrickt.

„Was war das?“ murmelt er. Er dreht sich im Wasser. Wieder spürt er etwas an seinem Bein. Panik erfasst ihn. Irgendetwas ist da. Unter ihm!

Er schwimmt schneller und schneller.

Hinter ihm beginnt das Wasser zu brodeln. Etwas taucht langsam auf. Etwas großes! Es erhebt sich hinter ihm aus der Tiefe des Sees. Ein gewaltiger Körper richtet sich auf.

Brad riskiert einen Blick nach hinten. „Oh mein Gott!“ stammelt er.

„So etwas kann es nicht geben! So etwas kann es einfach nicht geben!“

Der furchterregende Körper steht zehn Meter in die Höhe. Der Mondschein umspielt die Schuppen des Ungetüms. Ein furchtbares Brüllen ertönt.

Panisch schwimmt Brad um sein Leben. So schnell er kann.

Erneut stößt es einen markerschütterndes Brüllen aus. Dann schnellt es in seine Richtung. Der gewaltige Körper knallt auf das Wasser.

„Nein.“ schreit Brad Harris.

Bei dem Aufprall entsteht eine große Woge. Diese Woge erfasst Brad Harris und reißt ihn mit sich. Er wird ans Ufer geschleudert.

Wütend brüllt das Ungetüm auf, als es seine Beute verloren sieht.

Langsam versinkt es wieder in der Tiefe des Sees. Das Wasser brodelt erneut auf. Dann wird es wieder ruhig und glatt. So glatt, dass sich der Mond wieder ganz drin spiegeln kann.

Zitternd sitzt Brad am Ufer. Ihm ist klar, dass er gerade mit viel Glück dem Tod entronnen ist. Starr blickt er auf die Stelle, wo das Ungetüm versank.

Vorsichtig versucht er aufzustehen. Das gelingt ihm wegen des Zitterns nur sehr schwer.

Irgendwie kann er noch nicht ganz begreifen, was geschehen ist. Wankend geht er voran, als er vor einem Schild steht.

Der Mondschein fällt auf das Bild und offenbart ihm so die Schrift.

„Das... das gibt es doch gar nicht!“ stammelt er. „Unmöglich!“

Auf dem Schild steht in großen Buchstaben: „Willkommen in Loch Ness.“



Ende



06.01.1997 (abgetippt)
Original ca. 1987.



Habt einen schönen Abend.

Euer
Olli

Mittwoch, 15. April 2020

Story Friday Spezial 01

Seid gegrüßt,

heute hat eine liebe Freundin von mir Geburtstag, daher gibt es ein kleines Spezial.

Da ich weiß, das Du, liebe S., Geschichten magst, gibt es eine kleine Geschichte von mir.
Alles, alles Gute zum Geburtstag, liebe S. und ich wünsche Dir nur das Beste.

Viel Spaß damit.


Für S. von Olli.

Die weinende Pflanze

Eines schönen Tages spazierte der Fuchs durch den Wald. Strahlender Sonnenschein bedeckte sanft kitzelnd sein Fell und er genoss das. Sumsend spazierte er vor sich hin als er etwas hörte.

Er blieb stehen und spitzte die Ohren. Es klang wie ein Weinen. Aber wer sollte an so einen schönen Tag weinen?
Irritiert folgte er dem Weinen und stand kurz darauf vor einer Strauch Buschwindrose. Und die weinte aus vollen Stengel.

„Hallo Buschwindrose. Warum weinst Du?“ fragte der Fuchs, doch er bekam keine Antwort, stattdessen weinte die Buschwindrose weiter.
Hmmm, vielleicht konnte er die Buschwindrose ja zum Lachen bringen. Elegant machte er einen Handstand auf einer (!) Pfote, aber die Buschwindrose weinte weiter. Stattdessen kam Gelächter von einen Ast. 

Das Eichhörnchen hatte den Handstand gesehen und lachte. „Das sieht ja voll komisch aus. Warum machst du das?“

„Weil die Buschwindrose weint. An so einen schönen Tag, das geht ja mal gar nicht.“ seufzte der Fuchs.

Das bemerkte jetzt auch das Eichhörnchen und kam herunter. „Oje, was hat die Rose denn?“

„Ich weiß es nicht und eine Antwort bekomme ich auch nicht.“ erwiderte der Fuchs.

„Mach mal nochmal deinen Handstand, ich habe eine Idee.“ sagte das Eichhörnchen.

„Nun gut.“ sagte der Fuchs und machte seinen Handstand. Das Eichhörnchen sprang auf eine Pfote und jonglierte mit 3 Nüssen.
Doch es half nichts, die Buschwindrose weinte weiter.
Stattdessen kam schallendes Gelächter von der Seite. Der Bär gesellte sich dazu.

„Was macht ihr denn da?“ lachte er.

„Wir versuchen die weinende Buschwindrose zum Lachen zu bringen.“ erklärte das Eichhörnchen.

„Oh, okay. Dann werde ich euch mal helfen!“ Der Bär hob den Fuchs mit den Handstand auf seine Pranke und begann zu tanzen. Dabei jonglierte das Eichhörnchen weiter zielsicher seine Nüsse.
Aber die Rose weinte weiter.

Als nächstes gesellte sich eine Amsel dazu und dann noch eine Maus.
Es war ein komischer Anblick. Der tanzende Bär der auf der linken Pranke eine Maus hielt die auch einen Handstand machte, auf den Kopf eine singende Amsel und auf der rechten Pranke der Handstand Fuchs mit den jonglierenden Eichhörnchen.

„Was macht ihr da?“ fragte die Buschwindrose schniefend.

„Wir versuchen dich zum Lachen zu bringen. Warum bist du denn so traurig?“ fragte der Bär.

„Ich bin doch gar nicht traurig.“ sagte die Rose.

„Aber warum weinst du dann?“ fragte der Fuchs irritiert.

Unter der Rose kam schuldbewusst die Zwiebel hervor. „Ich fürchte das ist meine Schuld. Ich habe mich geschnitten und stand dabei unter der Rose!“

Der Bär stoppte verblüfft. Das brachte den fuchs aus der Balance. Der rutschte auf des Bären Kopf auf die Amsel zu, während das Eichhörnchen in hohen Bogen auf die Maus zuflog.
Es kam wie es kommen musste, die Tierpyramide brach zusammen.

Da lagen sie nun, alle auf einen Haufen.
Da fing die Rose zu lachen an. „Ihr seht so komisch aus!“
Alle schauten sich an und fingen dann ebenfalls zu lachen an, hörten gar nicht mehr auf.

Die Zwiebel schüttelte den Zwiebelkopf und ging davon. „Und das alles nur wegen eines Schnittes!“

Ende
HAPPY BIRTHDAY!



Montag, 13. April 2020

Gedankenbilder 06 : Ein Spaziergang zur Arbeit

Seid gegrüßt,

ich wünsche Euch Frohe Ostern.
Wie ich schon öfters geschrieben habe, gehe ich morgens eine Stunde zu Fuß zur Arbeit.
Für gewöhnlich ist es dann noch dunkel. Aber seit einiger Zeit laufen auch wir aus aktuellen Anlass auf Kurzarbeit, weswegen wir später aufmachen.
Daher gehe ich im Hellen zur Arbeit.


Und das ist ungewöhnlicher als sonst. Ich treffe keine Menschenseele und genieße die Ruhe vom nicht vorhanden Morgenverkehr (Nachtbusse). Es ist, als ob man durch eine leere Welt geht.


Der gute Otto, an dem ich auch morgens vorbei komme, hat auch seinen Schutz. Zuletzt hatte er einen Astronautenhelm auf. Möchte nicht wissen was der schon alles getragen hat.



Die Kunsthalle und im Hintergrund die Sparrenburg. Hier sitze ich im Park auf der Bank als ich das Foto mache. 


Ich liebe es die Sonne in meine Fotos zu integrieren. Und in letzter Zeit treffe ich sie immer häufiger.



Letzten Endes mache ich mir morgens immer so meine Gedanken was in der Welt los ist und versuche positiv zu denken. Das fällt mir nicht immer leicht. Aber wenn man etwas hat woran man glaubt, dann hilft es.
Und wenn ich Menschen in dieser Zeit zum Lächeln bringe tut das umso mehr gut. Und das ist mir in den letzten 2 Tagen öfter gelungen als ich dachte.

Passt weiter auf Euch auf und bleibt gesund.
Euer
Olli



Sonntag, 12. April 2020

Story Friday 15

Seid gegrüßt,

heute gibt es endlich die Geschichte für Sithi.

Deine Wörter:

Licht
Macht
Zweiklang




Tanz der Schatten



Langsam began die Sonne unter zu gehen. Das LICHT spielte ein letztes Mal mit den wehenden Blättern der Bäume und warf tänzelnde Schatten auf den Boden.

Ein jeder Schatten für sich, ein jeder Schatten einen eigenen Tanz, den Tanz der Elemente. Gemeinsam mit den Wind im Einklang der Natur des Lebens.

Ein kleiner Kopf legte sich schief und beobachtete die Sonne die ein letztes Licht über das Land warf um dann dann der Dunkelheit den Weg zu ebnen.

Auf der anderen Seite des Himmels erhob sich langsam der Mond in seiner ganzen Pracht und warf ein fast schon überirdisches Licht auf die Federn, die unter den Bewegungen des Körpers glänzten.

Etwas verunsichert bewegte sich der kleine Körper einen Schritt zur Seite als das Licht des Mondes einen kleinen Schatten auf den Boden warf der sich wie eine Klinge über den Boden zog und doch tatsächlich von der Spitze einer Tanne herrührte.

Der Kopf legte sich erneut schief und vorsichtig berührte eine Kralle die Stelle den Schatten am Boden. Doch nichts passierte und so legte sich der Kopf fast schon spürbar erleichtert wieder aufrecht.

Flügel erstreckten sich und der kleine Körper erhob sich in den Himmel, ließ die Sicherheit der Behausung hinter sich.

Sanft getragen von der MACHT des Windes der Nacht glitt der Körper mit ausgebreiteten Flügeln über die Bäume, deren Blätter im Spiel des Windes tänzelnde Schatten des Mondlichtes auf den Boden warfen.

Höher und höher im sanften Gefühl der Gemeinsamkeit der doch verschiedenen Einheit erhebt sich das was einst aus einen Ei schlüpfte, geborgen und behütet aus der Wärme des Lebens. Erhebt sich das, was einst unbekümmert mit den violetten Fliedern des Waldes spielte, was einst im Sand versteckte was seins war, was nun den Schutz der Behütung verließ.

Höher und höher, soweit die Flügel tragen, höher und höher hinauf zu den Sternen. Kein Weg zu weit, ein Augenblick der Ewigkeit.

Hinauf auf den Berg neben dem was gerade noch das Zuhause war, hinauf auf den Gipfel der Wärme, näher viel näher an die Sterne.

Die Höhe erreicht, die Landung so weich, eine Kralle nach der anderen, im ZWEIKLANG von Strauch und Stein..

Langsam trat der kleine Körper an den Rand des Berges der oben geöffnet war und sein eigenes Licht austrahlte.

Licht von einen großen See, Licht von einen Fluß der sich am Rand in die Tiefe begab, Licht voller Wärme.

Der Blick fiel auf einen Stein der ungwöhnlich schien, denn durch das Licht zu glänzen erschien. Seine Farbe war golden und er lag fest am Rand.

Ein Zögern, doch dann der Ruck, ein kleiner Schritt dann ein großer und der Stein war bestiegen.

Mit Blick in die Tiefe ging der Schnabel unter das Federkleid und holte einen lilanen Flieder heraus, Sandkörner lagen stellenweise noch drauf.

Ein kleines Zögern, dann erhob sich die stolze Brust und die Flügel streckten sich aus. Der Schnabel öffnete sich zu einen stolzen Schrei, der lila Flieder in die Tiefe fiel. Erst langsam begleitet von Sand, dann schneller von des Berges Rand.

Stolz schaute der kleine Kopf dem Flieder nach. Zuende ein behüteter Pfad, bereit der neue Weg. Stolz stehend auf den goldenen Stein der Tradition begann der neue Pfad. Die Federn der ausgebreiteten Flügel bewegten sich im Wind, das Mondlicht Schatten auf den Boden warf und den Tanz  neu begann.

Den Tanz der Schatten.



Ende

12.04.2020


Verzeiht wenn ich es so kurz halte, aber morgen gibt es einen weiteren Post, da erzähle ich Euch mehr.

Habt einen schönen Abend und Frohe Ostern.

Euer
Olli

Sonntag, 5. April 2020

Story Friday 14

Seid gegrüßt,

ich verspreche nie wieder das es wieder Freitag wird. Nicht in diesen Zeiten. *seufz*
Zuerst, lieber Sithi, entschuldige wenn ich Dich noch einmal eine Woche aus aktuellen Anlaß verschiebe.
Eine liebe Freundin aus New York schickte mir 3 Wörter.
Wir Ihr sicherlich alle wisst, ist New York zur Zeit sehr Corona erschüttert.
Um sie etwas aufzumuntern habe ich Ihr eine Geschichte, allerdings diesmal auf English gezaubert.

Hello Dear,
here ist your Story, i hope it casts a Little smile on your face.
Take care and stay strong!


Your Words:


1) Love

2) Severance

3) Farewell



Night of the truth



The level of the dreams. Far, indefinitely and mysteriously.

A house. So strange and however, thus trusts.

I stood before the steps of an old wooden stair.

My look glided up. On top I saw her. Also she looked foreign and however, thus close. A long white dress sweet-talked her skin.

Why is everything so bewilderingly around me? I did not know it.

Slowly she came down the stairs to me.

While she walked the steps down, I note the black suit which I carried. When did I carry at last a suit? Yes when I met my first LOVE. On a celebration. Somewhere.

She reached me. Her nice face was giving a wonderfull smile. Her blond hair seemed to shine.

I held out her my right hand. She accepted it and come nearer to me.

Softly I took her in my arms.

This touch was very intensive and hardly to describe. It was a feeling, a close feeling, how like a SEVERANCE.

She answered this embrace with a gentle kiss to my cheek.

From somewhere i heard music around us and we began to dance.

The whole space changed.

It was a festive big hall. A gigantic chandelier adorned the cover. I felt returned into the 18th century.

Her  smile enchanted me. It required no words to answer it with my own smile. I started to forget everything around myself.

I saw only her. We dance faster and faster in circles.

Again the surroundings changed. We were on a big meadow. Sunshine stroked our skin. Around us animals, flowers, wood. A clearing.

The music had fallen silent. Instead, i heard birds and the light rushing of the summer wind accompanied us.

I looked at her once more and her smile enchanted me once more. It was, as if magic surrounded us.

This crackle and lights. Happily I closed my eyes. I felt her hands, her nearness. This gave me a feeling of the security. I hoped that it never ends. I felt warmth. Pleasant warmth.

My eyes opened again.

We danced on a cloud. I did not get a fright, because I felt sure with her.

Our rotary dance changed. As if we know us quite forever, our dance changed into something else, something more elegant. A waltz.

The clouds disappeared and we danced again in a festive hall.

However, it was not the same hall like before. The hall was more festive and much bigger. Also the music started again.

Happily we danced and used the surface given to us completely.

I wished that it would never come to an end.

Time vanished like dust in the desert and slowly the music started to die away.

The dance ended and we stood in the midst of the hall which slowly lighted up and disappeared. We stood again before the wooden stairs. Happily I looked at her.

She smiled, however, accompanied by a breath of sadness.

She kissed me, embraced me and slowly let my hands go. She started to shimmer and to disappear slowly.

No! I did not want this! No FAREWELL!

However, my hand already went through by her hand like through fog.

Bathed in sweat I awoke. It was only a dream. Only a dream.

Anyhow, somewhere I still felt her warmth.

By the half-open window a melody flow from somewhere to my ear.

A waltz.



End
04.04.2020



Damit wünsche ich Euch allen einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche.
Und vergesst nicht. Lächelt, und die Welt gehört Euch.

Euer
Olli

Sonntag, 29. März 2020

Story Friday 13

Seid gegrüßt,

heute kurz und knapp eine Geschichte für einen guten Freund namens Matthias.
Die Erfüllung eines kleinen Wunsches.
Ab nächste Ausgabe ist der Story Friday wieder auf den Freitag. Die Geschichte ist auch schon für einen lieben Freund namens Sithi reserviert.

Für Matthias_

Blitz
Stuhl
Plateau



Der Leuchtturm


Langsam öffne ich meine Augen. Es ist dunkel.

Ein kalter Wind umweht mich und ich beginne zu frieren.

Mein Blick gleitet umher. Wasser! Nichts als Wasser!

In der Dunkelheit durchdringt Mondlicht die Wolken am Himmel und es wird nun ein wenig heller. In der Ferne höre ich Donnergrollen.

Ein Weg tut sich vor mir auf. Er geht ein wenig bergauf. Ich folge ihm, da ich Regentropfen spüre. Der Weg führt mich höher und höher. Nach einigen Metern erkenne ich den Umriss eines Gebäudes im Mondschein. Der Wind weht stärker. Immer mehr Regentropfen fallen hinab. Die Mischung aus Nässe und Kälte treibt mich voran. Ich beginne zu laufen, bis ich ganz vor dem Gebäude stehe.

Es ist ein kleines Gebäude mit einem großen Turm. Beides sieht sehr alt aus.

Ich greife zum Türknauf. Er ist aus Messing und schon sehr alt. So scheint es mir. Der Knauf lässt sich drehen und mit einem lauten Knirschen geht die Tür auf. Ich betrete den Raum. Im gleichen Augenblick kracht es. Ein BLITZ erleuchtet die Nacht. Sturmwind schlägt die Tür weiter auf. Schnell schließe ich sie und atme auf.

Fast scheint es mir so, als ob das Unwetter nur darauf gewartet hat, dass ich das Gebäude betrete. So schnell ist es losgebrochen.

Ich sehe so gut wie nichts und fasse mit meinen Händen in die Dunkelheit. Sie umfassen einen metallenen Gegenstand. Ich befühle ihn. Es ist meines Erachtens eine Petroleumlampe. Das ist unschwer am Geruch zu erkennen. Ich hole eine Streichholzschachtel aus meiner Tasche und zünde sie nach mehreren Versuchen an. Etwas lässt meine Hölzer erlischen, doch ich spüre keinen Wind.

Merkwürdig.

Die Lampe erhellt den Raum. Ich erkenne einen Holztisch und einen STUHL. An der Wand steht eine Art Vitrinenschrank. Eine kleine Vase und ein paar kleine Gläser stehen darin. Außerdem steht dort noch ein Teller mit einem Blumenmuster. Alles ist mit Staub und Spinnenweben überzogen.

Ich habe das Gefühl, der erste seit Jahren in diesem Raum zu sein. Da ertönt ein merkwürdiges Geräusch über mir. Es ist eine Art Krachen. Etwas wird in Bewegung gesetzt. Ich öffne die angrenzende Tür und halte die Lampe vorweg.

Ein kleiner Flur. Ich durchquere ihn und öffne die Tür am anderen Ende. Laut knirschend geht sie auf. Vorsichtig betrete ich den Raum.

Es ist der Turm. Eine Wendeltreppe führt nach oben.

Ich sehe Licht. Licht, welches sich immer in der Runde dreht. Da spüre ich einen eiskalten Hauch um mich herum. Er treibt mich in den Flur zurück und verlöscht meine Lampe. Ich zünde sie wieder an. In dem Moment schlägt die Tür zu. Der Knauf lässt sich nicht drehen. Nach einigen Minuten gebe ich es auf und beleuchte den Flur etwas genauer.

An der Wand hängt ein Bild. Ich gehe langsam hin, um es mir anzuschauen. Mit jedem Schritt dorthin lässt der kalte Hauch um mich herum nach. Dann stehe ich davor und schaue das Bild fasziniert an. Darauf ist eine Frau in einem weißen Kleid zu sehen. Langes goldblondes Haar liegt auf ihren Schultern.

Ich verspüre den Drang, das Bild zu berühren und tue dies auch. In dem Moment, in dem ich ihren Kopf berühre, schwingt die Tür mit einem lauten Knirschen wieder auf. Ich werfe noch einen Blick auf das Bild, wobei mir auffällt, dass das Kleid sehr klassisch aussieht und gehe wieder in den Turm.

Das drehende Leuchten ist weg. Ein Flackern ist noch zu sehen. Langsam gehe ich die Wendeltreppe nach oben und mit jedem Schritt nach oben wird das Flackern stärker.

Ich erreiche das Ende der Treppe und stehe auf einem PLATEAU. Das Gewitter ist weg. Statt dessen herrscht dicker und doch sehr unheimlicher Nebel.

Wo ist das Flackern?

Da spüre ich eine Hand auf meiner Schulter.

Ich schwinge herum.

Ich erblicke die Frau von dem Bild. Sie flackert hell und ist durchsichtig. Ich verspüre panische Angst und beginne zu schreien.

Ich stolpere zurück und fühle das Geländer. Ich verliere das Gleichgewicht und rutsche nach hinten weg. Schreiend falle ich in die Tiefe.

Schweißgebadet schrecke ich hoch.

Mein Bett! Ich liege in meinem Bett!

Es war nur ein Traum.

28.03.2020





Habt einen schönen Abend und bleibt gesund.

Euer
Olli



Dienstag, 24. März 2020

Gedankenbilder 05: Corona und ich

Seid gegrüßt,

ein Virus bestimmt den Ablauf der Welt.
Irgendwo ist es erschreckend wie schnell sich der Corona Virus ausgebreitet hat.
Kein Tag ohne neue Schreckensmeldungen, wie die Todeszahlen aber mittlerweile auch gute Nachrichten, wie viele Corona schon überstanden haben.


 Nun, in meinen Beruf bin ich auf persönliche Sicherheit und auch auf die Sicherheit anderer angewiesen. Ich bin Bahnhofsbuchhändler und unser Geschäft gehört zu den wenigen, die weiter auf haben dürfen. Ich habe tagtäglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun.

Handschuhe und Desinfektionsmittel sind daher Pflicht für mich. Selbst wenn ich um 3 Uhr nachts aufstehe und 1 Stunde zur Arbeit gehe, habe ich Handschuhe, in diesen Fall normale Wollhandschuhe gegen die Kälte, an. Ich gehe kein Risiko ein. 
Wenn ich, wie hier im Bus, auf den Nachhauseweg bin, ziehe ich die Handschuhe auch erst zuhause aus. Ich möchte gesund bleiben, nicht nur für mich, sondern auch für unsere Kunden.


Mein größter Respekt gebührt all den Verkäufer/innen in den Supermärkten, die unermüdlich dafür sorgen das die Versorgung gesichert ist, den gesamten Personal von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen, die alles geben um das Virus einzudämmen und für die betroffenen Menschen da zu sein und den öffentlichen Helfern wie Polizei, Feuerwehr und Anderen, die ihr möglichstes geben, damit wir uns trotz der Situation sicherer fühlen.


Heute sagte eine Kundin zu mir: "Sie sind immer so nett, als ob sie nichts erschüttern könnte."
Für mich ist es wichtig, mich nicht in Panik zu versetzen und auf der Arbeit so weiter zu machen wie bisher. Freundlich, optimistisch und hilfsbereit. Um den Menschen ein Lächeln zu zeigen.
Aber auch um aufzumuntern. Wie der unsichere Senior, der sich einfach nur seine Fernsehzeitung und 2 Eisenbahn Magazine (Sein Hobby) kaufen und wieder nach Hause möchte. Der von einen Jugendlichen beschimpft wurde, er solle doch zu Hause bleiben und andere nicht gefährden, gerade als "Alter". Bei so etwas schreite ich ein. Nicht jeder Senior hat eine Familie, die ihm die Sachen holt, nicht jeder der älteren Generation hat Internet um das Programm aufzurufen. Viele in dem Alter sind alleine. Das habe ich dem Jungen schnell (auf meine Art) klar gemacht und er war sehr schnell weg. 
Der Senior, den ich schon seit 19 Jahren kenne, lächelte und bedankte sich, aber für mich war es Selbstverständlich. Im Übrigen trug er Gummihandschuhe und hatte auch einen Desinfektions Sprüher parat. Er passt auf sich auf und ich weiß, ich werde ihn noch viele Jahre begrüßen dürfen.


Für mich ist heute ein weiterer Tag vergangen und ich freue mich auf Morgen. Noch einmal arbeiten und dann 2 Tage frei. Mit ein bischen Glück bekomme ich morgen, wie jedes Jahr um diese Zeit, meine neue HAWAII FIVE O BluRay Staffel, worauf ich mich sehr freue und genieße meine 2 Tage, auch um mal Frühjahrsputz zu machen.
Am Samstag geht es dann um 3 Uhr aus den Bett und dann 1 Stunde zu Fuß zur Arbeit.
Für mich ein normaler Tag.
Und Corona? Nein, wir Beide werden kein Paar, solange ich es verhindern kann.

Euch, meine lieben Leser, wünsche ich nur das Beste und bleibt gesund.

Euer
Olli

Sonntag, 22. März 2020

Story Friday 12

Seid gegrüßt,

ausgegebenen Anlass noch einmal 2 Tage verspätet.
Verzeiht.

Dies, liebe Dani ist für dich und damit Du Spaß dran hast, habe ich Tim gleich mit eingefügt.
Ich hoffe, es gefällt Dir/Euch. :-)

Für Dani:

Puschel
Torwart
Schlagzeug



 Shopping



"Boah ne. Nein! Vergiss es!" Dani sah Tim protestierend an.

"Dani, es ist für den Urlaub." versuchte Tim sie zu überzeugen.

"Aber das sieht doof aus. Schau Dir doch mal die Farben an." seufzte Dani.

"Aber es ist der einzige Badeanzug in Deiner Größe. Wenn du also baden gehen möchtest, dann bleibt dir keine andere Wahl." Tim hielt den 9 (!) farbigen Badeanzug hoch.

"Gibt es denn keine andere Möglichkeit?" brummelte Dani.

"Doch klar gibt es die." nickte Tim.

"Echt?" Dani schöpfte Hoffnung.

"Ja. Ich nehm die Gardine aus deinen Wohnzimmer, schneide sie auseinander, nähe sie zusammen, schere noch PUSCHEL das Schaf, kombiniere es und et voila, dein Badeanzug." grinste Tim.

"Neeeeeee. Das ist gemein, du machst dich über mich lustig. Nicht Puschel!" schmollte Dani.

"So schlimm ist der Badeanzug nun wirklich nicht. Na komm." munterte Tim sie auf.

"Also gut, aber nur wenn wir uns hier noch ein wenig umschauen. Vielleicht finde ich ja noch was Anderes?" Dani sah Tim mit festen Blick an.

"Gut. Also sehen wir uns noch ein wenig um." nickte Tim.

"Klasse!" Dani ging los.


Tim schaute ihr nach, schüttelte den Kopf und ging hinterher.

Dani durchstöberte die Schuhabteilung und Tim folgte ihr.

"Schau mal." Sie hielt Tim ein paar rosa Pumps hin.

"Für den Urlaub ungeeignet. Damit kommst du keinen Leuchtturm hoch." schmunzelte Tim.

"Woher willst du das denn wissen, hä? Vielleicht gehen wir ja tanzen." brummelte Dani.

"Tanzen? Du und tanzen? Damit?" Tim hob eine Augenbraue.

"Naja, gut." gab Dani nach und stellte die Pumps zurück.

"Ey." kam es hinter Dani.


Tim drehte sich um und schaute einen kaugummikauenden Mann an.

"Siehst ainsam aus. Wolln wa nen Kaffee trinken gehn. Ich zaig dir dann maine Marken auffm Videoscreen." sagte der Typ in den blauen Jeans, karierten Hemd und weißen Socken.

Dani hob eine Augenbraue.

"Klar, ich bin mir sicher die kleben in deiner Visage richtig gut, wenn ich sie mit meinen Absätzen drauf befördere und zwar so kräftig das kein TORWART dich halten kann, Verehrtester! Oder noch besser. Ich habe zuhause noch SCHLAGZEUG aber keine Trommel, vielleicht kannst du ja deinen hohlen Schädel hinhalten, damit ich darauf üben kann." gab Dani eiskalt zurück und trat einmal mit ihren Schuh auf um ihn zu präsentieren, welche Absätze ihn erwarten würden.


"Wieso biste so mies zu mir. Bin doch freundlich, Süße." sprachs und kaute weiter.

"Gib es hierrr ein Prrroblem?" fragte jemand und beide drehten sich in die Richtung.

Tim stand neben einen jungen Sicherheitsmann, der mit seinen markanten Akzent auf sich aufmerksam machte.

"Dieser Herr wollte gerade gehen!" gab Dani mit eiskalter Stimme zu verstehen.


Unsicher ging der einen Schritt zurück, hob die Hände, schaute den Sicherheitsmann an und sagte: "Nein, nein. Alles in Ordnung." Mit diesen Worten eilte er davon.

"Danke." sagte Dani zum Sicherheitsmann.

"Den Typen habe ich in der Damenwäscheabteilung gefunden." grinste Tim und der Sicherheitsmann und Dani schauten Tim an.

"Was denn? Ist doch so!" gab Tim zurück.

"Nunja, so ganz unrrrecht hat sie nicht. Mein Berrruf ist es überrrall prrräsent zu sein um Notfalls helfen zu können." erklärte er.

"Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Wie sie schon sagten, es ist ihr Beruf." nickte Tim.

"Tim, ich habe mich entscheiden was ich noch mitnehmen möchte." lächelte Dani.

"So? Was denn?" fragte Tim.

"Den hier!" Dani hakte sich bei dem Sicherheitsmann ein. "Der ist so süß und hört sich an wie der gestiefelte Kater aus Shrek."

"Was?" fragte er.


Tim lachte. Ja Dani hatte schon recht.

"Nein, Dani. Den können wir nicht behalten. Auch wenn er süß ist, wir müssten ihn füttern und ein Platz zum Schlafen braucht er auch." erklärte Tim.

"Was?" Unsicher schaute der Mann beide an.

"Oh Tim, komm schon. Der kann auf den Teppich vor dem Bett schlafen und außerdem ist er so süß. Du darfst ihn dann auch mal haben." Dani zwinkerte Tim an.

"Sagen sie mal, können sie kochen, Fenster putzen und Staub wischen?" Tim sah den Sicherheitsmann ernst an.

"Was... nein, ich meine ja. Ich.... ich muss weiterrr arrrbeiten. Auf wiederrrsehen!" Der Mann eilte davon.


"Oh Tim, jetzt hast du ihn vertrieben." schmollte Dani.

Tim und Dani sahen sich an und einen Moment später brachen sie in Gelächter aus.

"Die Lila Pumps?" fragte Dani.

"Ja." nickte Tim. „Nimm sie und lass uns zur Kasse gehen."

"Super!" Dani holte die Schuhe.

Als sie bezahlt hatten und die Rolltreppe nach unten fuhren, schaute der Sicherheitsmann ihnen erleichtert nach.


"Himmel, was fürrr ein Tag. Fast hätten sie mich enttarrrnt. Woherrr wussten sie das bloß? Meine Mamacita hatte mich doch gelehrrrt vorrrsichtig zu sein. Egal. Ich muss Humpty dumpty finden. Und dann zurrrück zum Esel und zu Shrrrek." Er eilte davon und da wo er zuvor noch stand, lagen ein paar Katzenhaare.

Ende
22.03.2020

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche.
Euer
Olli

Sonntag, 15. März 2020

Story Friday 11

Seid gegrüßt,

zuerst ein großes Sorry, das der Story Friday heute auf den Sonntag kommt.
Mir ging es die letzten Tage nicht so gut, daher hat es sich verschoben.
Ausdiesen Grund habe ich auch die Geschichte, für die liebe Dany verschoben, die kommenden Freitag kommt. Bitte verzeih.
Heute präsentiere ich Euch eine ältere 3 Wort Geschichte.

Für Diana.

Hängematte
Latzhose
Dachterasse




Moment



Langsam öffnen sich die Augen. Langsam gewöhnen sie sich wieder an das Licht des Tages. Ein sanfter Wind umschmeichelt das Gesicht und spielt mit den Haaren und den Seidenschal der um den Hals geschmiegt ist. 


Die letzten Sonnenstrahlen des Tages berühren die Haut und es fühlt sich fast schon kitzelig an. Die Hand erhebt sich und die Fingerspitzen berühren die rechte Wange und streichen darüber.


Das Gesicht lächelt, genießt, entspannt und nimmt jeden der Sonnenstrahlen auf. Ein Vogel schaut sie an und bewegt dabei schon fast fragend aber neugierig das kleine Köpfchen. 


Die Blicke treffen sich und für einen Moment scheint die Zeit still zu stehen und fast schon wie in Zeitlupe schwebt ein kleines Blatt zwischen den Blicken hindurch und die darauf reflektierenden Sonnenstrahlen verleihen der Oberfläche einen fast schon überirdischen Glanz.


Der Vogel piept und breitet seine Flügel aus und mit einen kleinen Satz hebt er ab, fliegt davon.

Der Kopf hebt, sich schaut den Vogel nach. Für einen Moment erblicken die Augen den Vogel noch, dann scheint er in der langsam untergehenden Sonne zu verschwinden. 


Müde aber glücklich strecken sich die Arme und die Müdigkeit verlässt den Körper der sich langsam von der HÄNGEMNATTE erhebt. Die Dämmerung beginnt sich über die DACHTERASSE zu erstrecken und taucht das Tauch in ein wunderschönes Abendrot. Sie breitet ihre Arme aus und atmet tief durch, schließt erneut die Augen, lässt die Magie des Augenblicks auf sie wirken.  Ein Moment voller Glück und Freiheit. Voller Stille und auch Geborgenheit.

Sich zu fühlen wie in einen Paradies. Sie öffnet wieder ihre Augen und dreht sich um.


"Diana. Träumst Du schon wieder?" In der einen Hand einen Pinsel und in der anderen Hand einen Farbtopf haltend. "Na wenigstens hast Du die LATZHOSE schon an. Na los, die Küche streicht sich nicht von selber." Sanft schiebt ihre Freundin sie in die Küche.



Ende



15.09.2013





Ich wünsche Euch noch einen 
schönen Sonntag.

Euer
Olli


 

Freitag, 6. März 2020

Story Friday 10

Seid gegrüßt,

heute die verschobene Geschichte für den lieben Freund, dem es wieder besser geht.
Als ich damals anfing meine ersten Kurzgeschichten zu schreiben, sagte mir mein Lehrer, dass manche einen offenen Anfang und ein offenes Ende haben sollten, als ob sie irgendwo aus einen größeren Ganzen kommen würden, das habe ich mir gemerkt.
Und so entstand diese kleine Geschichte.

Für Tim

DIMENSIONSTOR
LIEBE
MAGIE



Zwischen 2 Welten


Er rennt und rennt. Sein Leben ist alles, was er in diesem Moment besitzt. Hinter ihm ist Hundegebell. Schüsse durchdringen die Nacht. Schatten zeichnen sich im Mondschein an den Wänden ab. Sie wollen ES zurück. Doch er kann nicht.

Damit können sie die Vergangenheit zerstören. ES ist zu gefährlich.

Atemlos rennt er weiter. Seine Lunge ist wild am Pochen. Er rennt um die nächste Ecke. Sackgasse!!!

Er sitzt in der Falle. Das Hundegebell kommt immer näher. Nun bleibt ihm keine Wahl.

Er holt eine kleine Schatulle aus seiner linken Tasche. Langsam hebt er den Deckel, als etwas Leuchtendes herausschießt und ihn blitzschnell umgibt. Vor lauter Schmerz brüllt er auf. Er schreit seinen Schmerz hinaus.

Nach einer kurzen Weile endet der Schmerz und er verliert das Bewusstsein.



Als er seine Augen wieder öffnet, weiß er nicht wie lange er nun bewusstlos war. Doch eines weiß er. Er lebt!

Ein kalter Lappen befindet sich auf seiner Stirn. Und es ist hell! Überrascht versucht er, sich aufzurichten. Doch es ist mit Schmerz verbunden.

Der Raum, in dem er sich befindet, ist klein. Er erkennt einen Tisch und einen Stuhl. Auf dem Stuhl sitzt jemand und schläft mit dem Oberkörper auf den Tisch gelehnt. Er schaut sich die Person an. Eine junge Frau, aber so schön.

Sie trägt ein weißes Kleid und einen rosafarbenen Gürtel um die Hüften. Mühsam versucht er aufzustehen. Es gelingt ihm und er hinkt zum Fenster.

Was er da sieht ist etwas, worauf er nicht gefasst ist. Einen wunderbaren und grünen Wald.

Vereinzelt sieht er Tiere. Strahlender Sonnenschein bedeckt das Land. Nicht ein Hauch von Zerstörung ist zu sehen.

Er geht zu der jungen Frau hin und berührt ihr Kleid. Es gibt nun keinen Zweifel mehr. Er ist im Himmel und dies ist ein Engel. So viel Schönheit lässt sich nicht täuschen. Also ist er doch tot!

Seine Hand gleitet über ihre Wange. Sie ist so sanft und geschmeidig. Da öffnet sie die Augen. Ihre Blicke treffen sich und er ist fasziniert von dem fast überirdischen Glanz, der von ihren Augen ausgeht.

Er geht einen Schritt zurück. Sie steht auf. Ein Lächeln umspielt ihre Lippen.

„Es ist schön, dass sie wach sind. Wie fühlen sie sich?“ fragt sie sanft.

„Mir ist noch ein bisschen mulmig, ansonsten geht es. Danke für ihre Hilfe, Fräulein...“

„Nennen sie mich Melanie.“

„Ein schöner Name für einen Engel.“

„Wie meinen sie?“

„Ich bin doch im Himmel und sie sind ein Engel, oder nicht?“

„Nein. Sie sind nicht im Himmel. Ich bin auch kein Engel. Wie kommen sie auf diese Idee?“

„Weil hier alles so heile und ohne jegliche Zerstörung ist. Ich komme aus einer Welt voller Elend und Zerstörung. Dort gibt es kein Licht, nur Nacht und Dunkelheit. Keine Freiheit... nur Qual. Ich kenne dieses hier nicht.“

„Das ist schlimm.“ Melanie senkt den Kopf.

Die Tage vergehen und er genest von seinen Schmerzen. Tage, in denen sich beide viel voneinander erzählen und sie sich schätzen lernen. Tage, die eine Erinnerung unzerstörbar machen, eine MAGIE wie er sie nie zu träumen gewagt hat. Bis zu jenem Tag.

Er steht in dem kleinen Wohnzimmer ihres Hauses. Sein Blick geht aus dem Fenster. Längst hat er sich darüber Gedanken gemacht, ob er bei ihr bleibt. Und die Wahl fällt ihm nicht sehr schwer. Die Dunkelheit seiner Welt oder das Licht und die Wärme dieser Frau.

Melanie betritt den Raum. Sie hat eine Zeitung in der Hand. Diese legt sie auf den Tisch. Dann geht sie auf ihn zu und nimmt seine Hände, als ob sie ahnt was er ihr sagen möchte.

Doch das bedarf keiner Worte und so liegen sich beide in den Armen. Sie drücken sich fest aneinander. Keiner möchte den Anderen loslassen.

So kommt es zum ersten Kuss zwischen ihnen. Das erste Mal das er seit einer langen dunklen Zeit etwas spürt was er nicht kennt. LIEBE!

Dabei geht sein Blick zum Tisch auf die Zeitung.

Als sie sich voneinander lösen steht blankes Entsetzen in seinen Augen.



Mitten in der Nacht steht er von seinem Bett auf und geht in ihr Schlafzimmer. Er haucht ihr einen Kuss auf die Wange und bewundert ihre Schönheit noch einmal. Dann verlässt er das Haus und holt eine kleine Schatulle aus der Tasche.

Das Datum der Zeitung hat ihm gezeigt, dass er sich geirrt hat. Dies ist nicht die Vergangenheit... dies ist die Zukunft.

Darum kehrt er zurück, um für diese Zukunft zu kämpfen.

Sein Blick fällt auf die Schatulle. Der Inhalt, ein DIMENSIONSTOR. Darum wollten sie ES, um alles negativ zu verändern. Es ist Zeit zu handeln.

Es gibt Hoffnung!

Er öffnet die Schatulle.


Ende

05.03.2020



Ich hoffe sie hat Euch gefallen.
Jetzt wo ich den wöchentlichen Rhythmus gefunden habe, werde ich meine Woche um eine weitere Kategorie verlängern, doch dazu lasst Euch überraschen. 
Für heute wünsche ich Euch einen schönen Abend und ein angenehmes Wochenende.

Euer
Olli

Jahresabschluß 2025

 Meine lieben Leserinnen, meine lieben Leser, ich möchte mich bei Euch für die jahrelange Treue bedanken. Auch wenn es hier hin und wieder s...